Mit dem Bike durch Kirgistan: Abenteuerreisen auf dem Mountainbike oder Motorrad

Shownotes

In dieser Episode sprechen wir mit Stefan Ebert über außergewöhnliche Reiseziele abseits der klassischen Urlaubsrouten – von den Alpen bis tief hinein nach Zentralasien. Stefan ist Gründer von Epic Trails und nimmt uns mit auf faszinierende Touren mit dem Mountainbike durch entlegene Länder wie Kirgistan oder Tadschikistan. Er erzählt von seiner Leidenschaft fürs Reisen, Radfahren und seine Erlebnisse in der Region – von spektakulären Landschaften, abenteuerlichen Routen und der bemerkenswerten Gastfreundschaft der Menschen vor Ort. Stefan gibt uns spannende Einblicke in die Organisation solcher Reisen, die Herausforderungen unterwegs und was es mit nachhaltigem und sozial verantwortlichem Reisen auf sich hat. Für alle, die Lust auf Abenteuer und ungewöhnliche Perspektiven haben, ist diese Folge ist ein Muss. Viel Spaß beim Zuhören!

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Transkript anzeigen

00:00:05: Willkommen

00:00:05: bei Freetalk, dem Podcast der Reise- und Freizeitmesse Free.

00:00:10: Entdecke mit uns die neuesten Trends, tauche ein in inspirierende Geschichten und erhalte exklusive Einblicke in die Welt der Reise- und Freizeitbranche.

00:00:20: Viel Spaß

00:00:21: beim Zuhören.

00:00:28: Herzlich willkommen zum Freetalk der Podcast zur Reise- und Freizeitmesse Free.

00:00:33: Mein Name ist Felix Kirschenbauer, ich bin euer Gastgeber und begleite euch durch diese Folge.

00:00:38: In der heutigen Episode sprechen wir über Reiseziele, die bei vielen von euch bisher wahrscheinlich noch nicht ganz oben auf der Urlaubsliste standen.

00:00:45: Und damit wir uns auf dem Weg dorthin nicht verlaufen, habe ich mir einen sehr erfahrenen Guide eingeladen.

00:00:49: Stefan Ebert von Epic Trails.

00:00:51: Hallo Stefan.

00:00:52: Hallo, grüß dich Felix.

00:00:53: Bevor wir starten, würde ich mich interessieren, wohin es denn in deinem letzten Urlaub ging und was du dazu gemacht hast.

00:01:00: Oh, war ja.

00:01:01: So ganz anders als man vielleicht erwarten würde.

00:01:05: Mit der Familie nach Mallorca.

00:01:08: Okay.

00:01:10: Aber nicht an dem Ballermann, keine Angst.

00:01:13: Wir sind in eine ganz ruhige Ecke gefahren und waren auch das allererste Mal auf Mallorca.

00:01:18: Und das war im April und wir sind also letzten Jahres und wir sind dort wandern gegangen.

00:01:23: War wunderschön, hat echt Spaß gemacht.

00:01:25: Und ja, habe ich auch nie damit gerechnet, dass ich das jemals mache, aber es hat uns irgendwie dann doch gereizt und war auch cool.

00:01:31: Okay, deswegen, ich bin jetzt sehr überrascht über diese Antwort, weil ich dachte mir, okay, es kommt bestimmt jetzt kein Urlaubsziel rund ums Mittel mehr.

00:01:38: Aber vielleicht gerade brauchst du diesen Kontrast mal, denn du machst ja beruflich was ganz anderes anderes.

00:01:43: Ich habe gesagt, außergewöhnliche Reiseziele, dann kannst du am besten ja gleich mal dich und vor allem Epic Trails und auch die Angebote, die ihr habt mir vorstellen, was ihr da genauso macht.

00:01:52: Ja, also das stimmt, der Kontrast könnte vielleicht nicht größer sein und manchmal braucht man den dann einfach.

00:01:57: Also es sind Länder in Zentralasien, das heißt an der alten Seitenstraße.

00:02:02: Kyrgyzstan, Tajikistan und Uzbekistan, das sind die drei Länder, wo wir hauptsächlich tätig sind seit jetzt schon über zehn Jahren.

00:02:10: Und angefangen hat alles mit einer Fahrrad-Reise.

00:02:13: Also, im Jahr zwei Tausend dreizehn war das.

00:02:16: Da habe ich einen guten Freund kennengelernt, Atom, und mit dem zusammen in Kyrgyzstan angefangen, Fahrrad-Reisen zu organisieren.

00:02:23: Im Jahr zwei Tausend vierzehnt die erste Reise gemacht mit einer Gruppe.

00:02:26: Damals noch als Guide.

00:02:28: Mittlerweile bin ich ja eben auch Reiseveranstalter mit Epic Trails.

00:02:31: Aber als Guide erst mal gemerkt, hey, das macht richtig Spaß, das fetzt, das ist cool.

00:02:37: Ja, dann kam es so, dass wir gesagt haben, okay, wir machen da mehr.

00:02:41: Die anderen Länder sind dazugekommen.

00:02:43: Und mittlerweile sind es ja viele, viele Reisen, die wir da machen, hauptsächlich Mountainbike Reisen.

00:02:49: Wir haben auch eine E-Bike Reise jetzt ganz neu in Kyrgyzstan.

00:02:53: Wir haben Rat und Kultur Reisen in Uzbekistan.

00:02:55: Und ganz aktuell dieses Jahr, das werden wir auch auf der Messe dann natürlich zeigen und präsentieren, ist unsere Mountainbike Reise in Armenien.

00:03:03: Das heißt, der Kaukasus, den hatten wir schon mal kurz im Programm vor Corona.

00:03:07: Und jetzt nehmen wir wieder mit rein.

00:03:09: Das heißt, da gibt es auch eine ganz neue Reise.

00:03:11: Also der Ursprung ist eigentlich, du warst immer schon Fahrrad begeistert und wolltest mal außerhalb von Europa Fahrrad fahren, weil sonst kommt man ja nicht direkt auf die Idee, mich fahr jetzt im Fahrrad durch Zentralasien.

00:03:22: Also was war da so die Motivation?

00:03:23: Also weil du einfach schon immer so ein Biker gewesen bist.

00:03:25: Das ist ein Punkt auf jeden Fall, genau.

00:03:28: Und trotzdem bin ich natürlich nicht aufgewacht, früh und hab gedacht, hey, Kyrgyzstan.

00:03:33: Und dann am besten noch als Guide.

00:03:34: Nee, das hat sich ergeben.

00:03:36: Und zwar habe ich in der Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet.

00:03:38: Zwei tausend zwölf habe ich da einen Job angenommen in Kyrgyzstan, in der Hauptstadt, in Bishkek, zwei Jahre dort gearbeitet.

00:03:45: Und als ich mich da beworben habe, ich war schon in der Entwicklungszusammenarbeit klar.

00:03:49: Ich war damals in Frankfurt in der Zentrale und hab gedacht, Mensch, ich möchte gerne ins Ausland.

00:03:53: Dann gab es diese Stelle.

00:03:55: Klingt erst mal interessant.

00:03:57: Es ist die alte Sowjetunion.

00:03:58: Das hatte mich schon auch ein bisschen interessiert.

00:04:00: Ich war da noch nie russisch.

00:04:02: Hab ich zu dem Zeitpunkt nicht gesprochen.

00:04:04: War aber auch nicht Voraussetzung.

00:04:05: Und ich hatte dann eben Glück, dass ich den Job bekommen habe.

00:04:07: Und wie ich dort angefangen habe, muss ich sagen, hat es mich ehrlich gesagt überrumpelt.

00:04:11: Also ich war einfach nur begeistert.

00:04:14: Ich glaube, das geht jedem so, der da hinfährt.

00:04:16: Das eine ist natürlich landschaftlich.

00:04:19: Unglaublich.

00:04:19: Also auch auf so einem wirklich kleinen Flecken Erde, Kyrgyzstan.

00:04:23: Das ist zwei Drittel so groß wie Deutschland.

00:04:26: Und hat einfach Landschaften, ich sage jetzt mal von Cran Canyon, wie ich jetzt nicht sagen, so groß ist es dann nicht.

00:04:31: Aber es geht so in die Richtung vom Landschaftsbild über Berge und Wälder.

00:04:38: Das sieht aus wie... in der Schweiz.

00:04:39: So heißt es ja auch.

00:04:40: Die Schweizzentrale Asien wird es manchmal genannt.

00:04:43: Und dann ist man wieder in diesen steppen- und hochweiten Gebieten unterwegs.

00:04:46: Da denkt man, man ist in der Mongolei.

00:04:48: Und das sind so wirklich extreme Kontraste, die man teilweise dann einem Tag auch erlebt.

00:04:53: Die haben mich umgehauen.

00:04:54: Ich habe jahrelang fotografiert wie ein Bilder.

00:04:57: Ich habe tausende von Bildern, obwohl ich an den gleichen Stellen schon zehnmal lang gekommen bin, weil es ein jedes Mal irgendwie einfach beeindruckt, anderes Licht vielleicht mal.

00:05:07: Jetzt nach über zehn Jahren ist es vielleicht ein bisschen anders.

00:05:09: Es hat mich dann eher immer mehr diese menschliche Komponente auch begeistert.

00:05:15: Das ist natürlich die Gastfreundschaft, die einem dort begegnet.

00:05:18: Das wird auch jedem sofort begegnen, der da zum ersten Mal hinkommt.

00:05:21: Und bei mir ist es dann nach so vielen Jahren natürlich auch Freundschaften.

00:05:25: Ich bin so ein bisschen auch Teil einer Familie geworden da drüben.

00:05:29: Wenn ich dorthin fahre, ob es nur ein Familienfest ist oder ob es einfach erst mal ein Abendessen ist, man trifft sich.

00:05:35: Und ja, teile mir da eben auch eine Wohnung, ein Haus zusammen mit einem Freund, mit dem ich da zusammen arbeite.

00:05:41: Und es ist ja einfach ein zweiter Heimat geworden.

00:05:44: Okay, man hört schon, also wenn du sprichst, das Schwärmstritte davon, also das wirklich zweite Heimat und die Bilder, die du jetzt auch vermittelt hast, also die Schweiz, Zentralasien, dann aber auch die verschiedenen Naturvariationen, die es dort gibt, Canions, aber halt auch eher so die andere Seite.

00:05:57: Wenn man jetzt sagt, man möchte bei euch mitfahren, also man geht da mit auf Tour und möchte da was buchen, muss man da, sage ich mal, abgesehen von Interesse für, sage ich mal, Zentralasien oder der Neugier, die natürlich anbietet, auch eine gewisse körperliche Fitness mitbringen, weil ich denke, wenn man Fahrrad durchsteppt, Artige Landschaft ist wahrscheinlich schon ein bisschen herausfordernd.

00:06:17: Also ich denke mal als Laie, hab's nicht gemacht, könnte ziemlich heiß sein, ziemlich trocken und vielleicht auch ein bisschen bergauf bergab.

00:06:24: Was sind so die Voraussetzungen, wenn man bei euch mitmachen möchte?

00:06:27: Also

00:06:27: hast viele richtige Punkte genannt und trotzdem möchte ich sagen, dass es jetzt nicht so extrem ist, wie man das vielleicht denkt.

00:06:35: Im ersten Moment, wir haben viele, die vorher natürlich auch anrufen mal nachfragen, was erwartet mich denn dort?

00:06:40: Ich sage immer, Oder Frage in der Regel, hey, bist du schon mal Mountainbike in den Alpen gefahren?

00:06:45: Okay, ja, hast du schon mal gemacht oder vielleicht eben in einem regelmäßig im Mittelgebirge unterwegs?

00:06:50: Wie lang sind so die Strecken, die du fährst?

00:06:52: Da frage ich eben, hey, sechzig, achtzig Kilometer am Tag, mehrere Tage am Stück, geht das mit tausend bis tausend fünfhundert Höhenmetern?

00:07:01: Und wenn dann kommt, ja.

00:07:02: Das mache ich, ich mache sogar mehr, dann sowieso kein Problem, aber wenn das so der Schnitt ist, wo sich die Leute auch wiederfinden können und sagen, ja, kann ich mir vorstellen oder habe ich eben schon gemacht, dann sage ich, okay, dann bist du bei uns erstmal grundsätzlich richtig, denn wir machen keine Sportveranstaltung in dem Sinne, sondern das Ganze ist vom Charakter her ähnlich einer Alpenüberquerung.

00:07:21: Das heißt, wir haben Etappen, wir fahren früh los, kommen abends an einem anderen Sport an, übernachten, sei es ein Guesthouse, sei es die Jurte, sei es das Zelt, sei es ein Hotel.

00:07:31: Und dazwischen liegen im Schnitt circa sechzig Kilometer mal tausend Höhenmeter.

00:07:37: maximal, ehrlich gesagt, tausendfünfhundert, das wäre in den Alpen so eine mittelschwere, vielleicht sogar eher noch leichte Alpenüberquerung.

00:07:45: Es ist noch gar nicht so schwer.

00:07:47: Nimmt man aber diese ganzen Rahmenfaktoren, die du schon genannt hast, die Hitze, die Höhe und auch ein Stück weit der andere Untergrund, die anderen Strecken dazu, wird das deutlich schwieriger.

00:07:58: Und dazu kommt natürlich, ja, man ist ja auch nur in der Regel zwei Wochen dann trüben, wir müssen ja auch ein Stück weit uns rantasten.

00:08:04: Und deswegen ist es von den Strecken her, tendenziell eher sogar von der Statistik etwas leichter.

00:08:10: Die Leute denken, es ist leichter.

00:08:11: Es gibt Leute, die sagen, ich würde gern ein bisschen mehr, dann sagen wir eher Piano Piano.

00:08:16: Und hinten raus haben wir dann meistens längere Strecken, wo man dann schon akklimatisiert ist.

00:08:20: Dazu kommt, gerade in Kyrgyzstan gibt es sehr viele Alternativen und Optionen.

00:08:25: Das heißt, wenn wir größere Gruppen haben, dann teilen wir die schon auch mal auf und fahren mit der einen Gruppe.

00:08:29: Ich sage jetzt mal die Capuccino-Runde und mit der anderen Gruppe die Espresso-Strecke.

00:08:35: Das ist so ein bisschen die Frage eben, wie es dann auch passt und wie die Leute drauf sind.

00:08:40: Aber der Weg ist das Ziel, das ist ganz wichtig und im allergrößten Notfall gibt es ein Begleitfahrzeug.

00:08:46: Nutzen wir zum Glück nicht so oft, aber es kommt schon hin und wieder mal vor, wenn jemand gesundheitlich natürlich nicht so gut drauf ist.

00:08:53: Du hast ja angesprochen, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan sind eure Ziele, Aminien auch dazu, wenn ich jetzt aber die drei in Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan nehme, unterscheiden die sich landschaftlich sehr, also da kann man sagen, dass eine Land ist jetzt eher so für die Einsteiger und das andere ist eher für die Pros oder ist es irgendwie sehr alles auf einem ähnlichen Level, was so die Landschaften und auch so die

00:09:16: Schwierigkeitsgrade

00:09:17: angeht.

00:09:19: Jein, also sie unterscheiden sich sehr.

00:09:22: auf jeden Fall, das erwartet man jetzt nicht unbedingt bei Ländern, die so nah am beieinander sind.

00:09:27: Aber Kyrgyzstan, ich habe schon gesagt, die Schweiz Zentrale Asien, man darf sich ruhig wirklich so ein bisschen die alpine Landschaft vorstellen und dazu gebischt mit Steppen und Hochweiden.

00:09:36: Uzbekistan, dann eben viel Kultur, deutlich trockener, Mittelgebirge und wir fahren bei den Reisen dann auch ins Hochgebirge, aber das ganze hat einen ganz anderen, ich sag mal, ein ganz anderes Fair.

00:09:47: Es hat eben mehr dieses Seidenstraße und alte Kultur und so weiter.

00:09:51: Vom Anspruch her würde ich bei beiden Ländern sagen, hey, ist ganz ähnlich.

00:09:56: Wenn ich gefragt werde, was ist denn so das, wo ich lieber hin möchte oder wo ich anfangen sollte, so rum, dann sage ich meistens.

00:10:03: Kirgistan, denn es ist noch ein Stück weit abwechslungsreicher von den Landschaften, auch von den Unterkünften.

00:10:10: Und wenn jemand sagt, ich habe nur im Mai oder im September Zeit, dann sage ich sofort, du spiegst an, denn das ist dort die Reisezeit.

00:10:17: Ja, und da habe ich jetzt noch eins vergessen oder noch nicht genannt.

00:10:19: Das ist der Parmier und das ist dann so ein bisschen, ich will jetzt nicht sagen, der heilige Graal, aber bei den Radreisenden, ja, die individuell unterwegs sind mit Packtaschen und so weiter, ist der Parmi Highways und absolutes Sehnsuchtsziel.

00:10:31: Ganz viele Leute, die das machen wollen.

00:10:33: Viele Leute, die das auch machen.

00:10:35: Ein Teil muss man dann auch sagen, scheitert.

00:10:37: Ich kenne persönlich auch einige Freunde, die es gemacht haben und eben aus bestimmten Gründen dann irgendwo abbrechen mussten.

00:10:43: Das Ding ist nicht einfach.

00:10:44: Es ist nicht so, dass wir da viel längere Etappen haben, aber es ist einfach eine Steinwüste.

00:10:49: Es zählt zu den Wüsten dieser Welt.

00:10:51: Und diese Rahmenbedingungen sind sehr anspruchsvoll.

00:10:54: Okay, also das ist natürlich alles klickt schon sehr besonders.

00:10:57: Also natürlich so Steinwüste haben wir jetzt natürlich, wo es jetzt in Deutschland nicht wirklich, wo man im Rad durchfahren kann.

00:11:02: Und selbst wenn man im Hochgebirge unterwegs ist, ist das natürlich überschaubar.

00:11:05: Aber das ist natürlich eine andere Herausforderung.

00:11:06: Ich würde mich interessieren, wenn man sagt, okay, mein Buch ist jetzt mit euch und fliegt nach Zentralasien.

00:11:11: Ich selber warme mich, da ist das jetzt rein reisemäßig.

00:11:13: Also steigt man jetzt in München und Frankfurt irgendwo ein und kann ja direkt hinfliegen.

00:11:17: Oder ist die Anreise schon ein wenig abenteuer, weil man eventuell dreimal umsteigen muss und dann die letzten Kilometer Und sag ich mal, so wie in so einem Filmen auf einem etwas holprigen Straße mit Bus.

00:11:29: Und dann sitzen noch paar andere Leute mit drin, haben ihre Ziegen dabei.

00:11:32: Also ist die Anreise schon ein Highlight?

00:11:36: Oder kommt man da relativ easy dann hin mit euch?

00:11:39: Ja, da muss ich jetzt leider enttäuscht.

00:11:40: Die Anreise ist relativ easy.

00:11:43: Und mit türkisch Airlines, das kann man vielleicht an der Stelle einfach mal sagen, ist das türkisch Airlines, da gibt es Pegasus, das ist eine Billig-Airline von den Türken, geht auch über.

00:11:53: Istanbul.

00:11:54: Das sind so die zwei Haupt Airlines, die nach Zentralasien fliegen.

00:11:58: Es gibt wenige Direktflüge und zwar sind das hauptsächlich die Flüge nach Uzbekistan.

00:12:03: Das ist Uzbekistan Airways, die fliegen wirklich auch dann ab München direkt, die fliegen ab Frankfurt direkt nach Tashkent in dem Fall.

00:12:12: Kann man auch gut empfehlen.

00:12:13: und Türkische Airlines fliegt eigentlich von fast allen Flughäufen in Deutschland, zumindest von den größeren.

00:12:18: Es geht über Istanbul und ist so, ich sage mal, mit Umsteigen, zwischen neun Stunden, dreißig und elf Stunden, je nachdem, in welche Richtung es geht, unterwegs.

00:12:27: Ich fliege selbst ganz viel mit türkischer Airlines und bin da auch recht zufrieden.

00:12:31: Bike Transport ist vielleicht noch ein Thema.

00:12:33: Darf ich das kurz gleich einhaken?

00:12:36: Da muss man dann schon ein bisschen auch gucken.

00:12:37: Es geht ja auch ein bisschen ums Geld, denn die türkische Airlines hat da den Preis leider sehr erhöht.

00:12:42: Wer sein eigenes Bike mitbringt, da lohnt es sich dann schon nochmal zu gucken, ob man vielleicht Picasso's Airlines nimmt.

00:12:46: Da kostet das nämlich pro Strecke hundert Euro, also hundert hin, hundert zurück.

00:12:51: Allein sind das mittlerweile hundert-achtzig Euro.

00:12:54: Wir haben bei unseren Reisen natürlich vor Ort Bikes auch.

00:12:58: Was heißt, wir haben eigene Bikes.

00:12:59: Das sind Scott-Fullies, Scott-Spark, aktuelle Modelle.

00:13:03: Da haben wir alle Größen da, wer allein möchte.

00:13:06: Wir haben zunehmend und immer mehr Leute, die bei uns Fahrräder leihen.

00:13:09: Das ist kein Problem, kann man natürlich machen.

00:13:11: Ich sage aber auch immer gern dazu, wer sein eigenes Bike mitbringen möchte.

00:13:14: Insbesondere in Parmia sage ich das gerne dazu, denn für uns ist die Logistik eine riesige Herausforderung.

00:13:20: Der kann das gerne mitbringen.

00:13:21: Da helfen wir dann natürlich trotzdem auch beim Aufbauen und gucken, wenn irgendwas ist.

00:13:25: Aber man sollte natürlich sein Bike entsprechend gewartet und im guten Zustand mitbringen.

00:13:29: Und vielleicht ist auch ja auch der Vorteil, wenn man so ein eigenes Biker das kennt man halt.

00:13:32: Also ich denke mal, vielleicht haben gewisse Leute auch Sattel vorlieben.

00:13:36: Das ist ja gerade, wenn man länger unterwegs ist.

00:13:38: Ist schon, glaube ich, mit das A und O auf dem Fahrrad.

00:13:41: Wenn man jetzt so eine Reise plant und man, sag ich mal, man kommt ja wahrscheinlich schon in gewisser Form, ist es ja in eine, ja, Extremsituation wirklich übertrieben, aber schon eine besondere Herausforderung, weil man, wenn man zu Hause in Deutschland ist, fährt man am Wochenende vielleicht mal achtzig Kilometer, wenn man die Zeit hat.

00:13:55: Aber nicht jetzt fünf Tage am Stück ist es dann über euch so... Wenn ihr so Gruppen zusammenstellt, klar, du fragst voll ab, wie sportlich bist du, was machst du so?

00:14:03: Müsste man da auch so ein bisschen so ein Charakterprofil erstellen, weil man ja in einer Gruppe längere Zeit unterwegs ist, damit es da auch nicht irgendwie zur Reibe rein kommt.

00:14:11: Weil ich glaube ja, dass der Leute, wenn sie dann irgendwann mal über ihre Grenzen gehen müssen, eventuell ja auch anders reagieren.

00:14:17: Also müsst ihr da so ein bisschen psychologische Vorarbeit leisten, bevor er da Leute mitnimmt auf diese Reise.

00:14:24: Also machen wir nicht.

00:14:25: Es ist eine organisierte Reise.

00:14:28: Es ist auch natürlich mit einer gewissen Infrastruktur im Hintergrund.

00:14:33: Das heißt, ich habe schon genannt, die Begleitfahrzeuge sind dabei.

00:14:36: Wir haben, ich sage mal, Reparaturwerkzeug und Notfallequipment dabei.

00:14:41: Das heißt, von unserer Seite ist erst mal soweit die Verantwortung und das Know-how da, um auch mit, ich sage mal, extremen Situationen umzugehen.

00:14:48: Zusätzlich kennen wir die Strecken, kennen wir die Leute, sind da sehr gut vernetzt und sind auch ohnehin immer mit lokalen Fahrern und auch zusätzlich lokalen Geiz unterwegs.

00:14:58: Das ist ein Team, was sich in allen Ländern, das sind jeweils unterschiedliche Teams, wir arbeiten da so kalt wie möglich, was sich seit Jahren jetzt etabliert hat, mit denen ich da auch schon seit vielen Jahren zusammen arbeite und eben auch da die Freundschaften bestehen.

00:15:10: Das heißt, von unserer Seite ist da so eine Basis da.

00:15:13: Und dann ist die Frage, wer kommt da jetzt auf der Teilnehmerseite?

00:15:17: Und ich habe da noch nie jemanden ausgeschlossen.

00:15:19: Man versucht im Beratungsgespräch natürlich rauszufinden, in welche Richtung geht das?

00:15:23: Wie ticken die Leute und entsprechend?

00:15:25: Wir haben ja leichtere Reisen auch.

00:15:27: Wir haben schwere Reisen, die Mountainbike reisend.

00:15:29: Ja, da muss schon oder sollte ein gewisses konditionelles Niveau da sein.

00:15:33: Fahrtechnisch ist es nicht ganz so wild.

00:15:35: Und jetzt kommen diese Situationen und die kommen gerade insbesondere in Parmia, habe ich das immer wieder, fast bei jeder Reise, wo mal, ich sag mal, ja, jemand an seine Grenzen kommt oder vielleicht sogar die Gruppe in eine Situation kommt.

00:15:47: Wir hatten das jetzt letztes Jahr, das heißt im September eine wunderschöne Barthangtour gemacht.

00:15:51: Das Barthangtal ist ein wunderschönes Tal durch den Parmia und eine der Routen, wo man mit dem Mountainbike durch kann.

00:15:57: Wir hatten dann aber am Ende Gegenwind und der Gegenwind war es so brutal, dass er schon einige Leute, ich sag jetzt mal, ausgenockt hat.

00:16:05: aber natürlich der Guide ins Spiel.

00:16:07: In dem Fall war ich das und man versucht es möglichst vorausschauend so zu gestalten, dass dann in dem Fall habe ich einfach ein zweites Fahrzeug zurückgeholt.

00:16:15: Die Leute konnten einsteigen und die sieben oder acht waren es Teilnehmer, die das durchgezogen haben.

00:16:20: Die sind einfach im Polk im Windschatten als Team bis zum Ziel gefahren.

00:16:24: Und ich muss sagen, ich war mega stolz auf die.

00:16:27: Insbesondere auch, weil da einige Frauen dabei waren, die das wirklich richtig gut durchgezogen haben.

00:16:32: Und das sind dann auch Situationen, die schweißen richtig zusammen.

00:16:35: Also ich würde jetzt gar nicht sagen, dass man da sozusagen versucht, möglichst vorher irgendwie Leute, die nicht reinpassen, rauszufildern.

00:16:42: Im Gegenteil, ich denke, vor Ort entwickelt sich gerade bei solchen Reisen ganz oft eine Supergemeinschaft.

00:16:47: Wenn man gerade so eine Herausforderung gemeistert hat.

00:16:51: Du hast schon angesprochen, du hast vor Ort gut vernetzt.

00:16:54: Wie baut man denn so ein lokales Wissen auf?

00:16:55: Klar, du hast gesagt, du warst schon mal dort.

00:16:57: Aber du warst ja erst mal nur in Kyrgyzstan und hast dann dich erweitert.

00:17:01: Das ist ja schon ein Aufwand, um dann, sag ich mal, so viele soziale Kontakte auch zu haben, auf die man sich verlassen kann.

00:17:06: Wie darf man sich das vorstellen?

00:17:07: Du hast dann einen Bekannten in Kyrgyzstan und der hat darüber auch wieder Bekannte weiter vermittelt.

00:17:12: Oder wie lief das so?

00:17:14: Ja, das auch, genau.

00:17:15: Und wie gesagt, angefangen hat das eben mit der zweijahre Arbeit und Leben in Kyrgyzstan.

00:17:21: Da ging das los und wir haben dort gleich, relativ am Anfang, uns zur Tritt gefunden.

00:17:26: Das ist einmal der Artjom, von dem ich schon geredet habe, mit dem ich die allererste Reise ausgearbeitet habe.

00:17:31: Dann kam ganz schnell auch der Tilek dazu.

00:17:34: Und Tilek ist Kyrgyzartjom, ist quasi ethnischer Russer, aber in Kyrgyzstan geboren.

00:17:38: Das ist eine typische Konstellation in den alten Sowjetländern.

00:17:43: als die Staatsbürgerschaft.

00:17:44: Das heißt, wir sind so ein bisschen das Team aus dem Deutschen, aus dem Kirgisen und Russen.

00:17:48: Fand ich immer interessant und auch cool.

00:17:50: Und wir sind auch von dem Charakter her so, dass wir sagen, hey, es passt einfach super zusammen durch Höhen und Tiefen.

00:17:56: Und aus dieser Dreierkonstellation ist dann auch ein Stück weit der Rest entstanden.

00:17:59: Ich bin zwar in dem Parmier dann allein gefahren, damals bei der allerersten Tour mit einem Kollegen aus Bischkek, der aber aus dem Parmier stammt und der mir dann das Parmiergebirge auch gezeigt hat, hab ich gesagt, hey, das ist so toll.

00:18:14: Wir müssen hier mit dem Fahrrad zurückkommen.

00:18:15: Da haben wir im Jahr zwei Tausend Fünfzehn die Erkundungstour dazu gemacht und ich hab Fotos mit Menschen, die ich dort getroffen hab.

00:18:23: Da fahren wir heute nach wie vorhin, also ein Gästehausbesitzer.

00:18:27: Damals war es noch gar nicht, sondern er hat uns einfach zum TI geladen.

00:18:30: Naurus heißt er, ist der Dorflehrer.

00:18:32: Und bei Naurus waren wir dieses Jahr bei dieser Batantour, von der ich eben gesprochen habe, auch wieder.

00:18:37: Mittlerweile hat er ein Gästehaus, wir haben ihn da unterstützt, fahren da jetzt auch hin übernachten.

00:18:42: Bis dato sind wir immer ein Stück weiter gefahren, haben im Zelt geschlafen, aber da haben sich einfach auf viele Sachen entwickelt.

00:18:47: Und wenn man da jedes Jahr vorbeikommt, ich glaube, das kennt jeder Guide, der jetzt hier vielleicht auch zuhört.

00:18:52: Als Guide hat man dann irgendwann dieses Netzwerk.

00:18:54: Die Leute treffen einen wieder, sie kennen einen und dann entwickelt sich das auch ein Stück weit von alleine und man freut sich einfach, sich auch jedes Jahr wiederzusehen.

00:19:02: Sehr gut.

00:19:02: Jetzt bist du gut vernetzt.

00:19:04: Denkt man, okay, rufst du halt die an und die wissen ja, welche Termine ihr plant und so.

00:19:08: Gibt es dennoch besondere Herausforderungen, die jedes Mal wieder vor die Füße fallen, weil die Reiseplanung halt irgendwie speziell, also ich denke es gerade über Nachtungsmöglichkeiten.

00:19:16: Du hast mal Jute angesprochen, ich gehe davon aus, dass wenn man im Parmy ist, dass da jetzt nicht einmal, wenn man so ein Hilton um der Ecke ist.

00:19:22: Und abgesehen davon möchte man sich es ja wahrscheinlich auch als preislich nicht leisten.

00:19:24: Da hat man wahrscheinlich, wenn man so ein Urlaub macht, rechnet man nicht mit dem größten Luxus, den man dabei hat, weil man ja eben auf Abenteuerreise ist.

00:19:31: Das stimmt, ja.

00:19:32: Aber wir versuchen es möglichst abwechslungsreich zu gestalten.

00:19:36: Wenn man jetzt mal nach Kyrgyzstan und Uzbekistan schaut, geht das auch sehr gut.

00:19:39: Das heißt, wir haben Hotel am Anfang, am Ende.

00:19:42: Wir haben Gästehaus, wir haben zwischendurch mal eine Jurte.

00:19:45: Bei jeder Reise ist eine Jurte dabei.

00:19:46: Gehört in dieser Region ist Teil einer jeden Reise so eine Übernachtung.

00:19:50: Dann gibt es Gegenden, wo gar nichts ist.

00:19:52: Da schlafen wir am Zelt, da stellen wir das ganze Equipment.

00:19:54: Das Einzige, was man mitbringt, ist den Schlafsack.

00:19:56: Und dann haben wir circa auf der Hälfte der Reise, sei es in Kyrgyzstan oder in Uzbekistan, auch wieder mal ein Hotel, wo man dann einfach schön duschen kann, ordentliches Bett hat.

00:20:04: Und mal wieder Internet, wie auch immer, auf jeden Fall so ein bisschen Komfort.

00:20:08: Das heißt, es ist immer sehr abwechslungsreich.

00:20:10: Das ist vielleicht ein bisschen anders, als wenn man das jetzt individuell machen würde und, ich sag mal, low-Budget unterwegs ist.

00:20:15: Da würde man vielleicht mehr zelten oder noch mehr Jorte machen.

00:20:18: Ich habe von Anfang an für mich persönlich und wir auch als Team gesagt, hey, wir machen das so, wie wir persönlich das auch machen wollen würden.

00:20:26: Sprich, hey, nach den drei Tagen Songcool und da den Einpass und dort den anderen Pass, hey, wir würden gerne mal wieder ins Hotel.

00:20:32: Und dann haben wir natürlich auch eins gesucht, wo das geht.

00:20:35: Das andere ist dann wieder der Parmier und da kommen wir wieder zurück zu dem Land, wo das etwas schwieriger ist.

00:20:39: Da ist es genau so, wie du es auch beschrieben hast.

00:20:42: Da ist es dann wirklich deutlich abgespeckter.

00:20:44: Da sind schon auch einige Gästehäuser.

00:20:47: Zwischendrin, gerade auch im Wachantal.

00:20:50: Das ist die zweite Route, die man da fahren kann.

00:20:52: Also eine Route ist das Batantal, die andere das Wachantal.

00:20:56: Die dritte wäre übrigens der Parmi Highway.

00:20:58: Da fahren wir jetzt mit unseren Mountainbikes nicht lang.

00:21:00: Aber auf diesen anderen zwei Routen, da gibt es mittlerweile schon einige Gästehäuser.

00:21:04: Auch zum Teil ganz gut.

00:21:06: Das machen wir auf jeden Fall auch, dass wir dort übernachten, solange das möglich ist.

00:21:09: Und dann gibt es immer wieder Teilstrecken oder gerade Richtung Ostpamir, wo dann gar nichts mehr ist.

00:21:14: Und da schlafen wir dann im Zelt.

00:21:16: Es erfordert natürlich schon eine gewisse Komfortverzicht, nenne ich das mal.

00:21:20: Wobei auch einige unserer Teilnehmer im Nachhinein gesagt haben, Komfortverzicht war irgendwie nett gemeint, aber es war doch am Ende alles so komfortabel.

00:21:27: Ihr habt euch so rührend gekümmert.

00:21:29: Nehmen wir natürlich gerne an, das Kompliment ist super.

00:21:32: Aber es braucht auch eine gewisse Unterstützung, denn wer in zwei Wochen da durchfahren möchte, das ist anstrengend.

00:21:38: Was mich interessieren würde, wenn diese Länder, wenn man da vielleicht mitfahren, muss man einen Visum beantragen eigentlich.

00:21:45: Wie läuft das so mit der Einreise oder ist es relativ problemlos?

00:21:48: Ja, mittlerweile recht problemlos.

00:21:50: Das heißt, alle drei genannten Länder sind visafrei für die Reisenden.

00:21:55: Das Einzige ist, dass man in Tajikistan eine Registrierung braucht und auch für den Pamiya ein Permit, das Pamiya Permit.

00:22:02: Um diese Sachen kümmern wir uns natürlich Bei unseren Reisen, da ist es dabei.

00:22:06: Wenn jemand jetzt sagt, er ist individuell unterwegs, das ist jetzt nicht kein Hexenwerk, aber man muss sich da auf jeden Fall drum kümmern, sonst könnte es Probleme geben.

00:22:14: Bei der Ausreise und in den Paar mehr kommt man wirklich auch nur rein, wenn man das Permit hat.

00:22:18: Wenn man da so lange unterwegs ist, dann natürlich auch irgendwie, man wird ja eins mit der Natur natürlich gezogenermaßen, weil man natürlich unterwegs ist in Landschaften.

00:22:25: Welche Rolle spielt denn dann das Thema Nachhaltigkeit bei euch?

00:22:27: Ich denke man kann ja dann auch schlecht, denn das ist kein Einweggrill wahrscheinlich mit den paar mir.

00:22:31: Wie sieht das bei euch so aus?

00:22:32: Habt ihr da spezielle auch Prinzipien, die bei euch dann auch im Programm auch vorab schon kommuniziert werden?

00:22:37: Also, wir sind, wie du schon sagst, draußen in der Natur unterwegs.

00:22:40: Da gehört natürlich alles, was mit Müll zu tun hat dazu.

00:22:43: Das war da entsprechend sauber und ordentlich die Sachen hinterlassen.

00:22:48: Eine Campingtoilette entsprechend fachgerecht aufbauen und auch wieder entsorgen bzw.

00:22:53: zumachen.

00:22:54: Toilettenpapier entsprechend separat verbrennen in der Regel.

00:22:57: Das muss man dann schon sagen.

00:22:58: In diesen Ländern wird fast überall der Müll ausschließlich verbrannt.

00:23:02: Aber wenigstens bitte sammeln und nicht an irgendwelchen Orten dann liegen lassen.

00:23:06: solche Geschichten.

00:23:08: Ich habe immer noch ein bisschen den Kampf mit dem ein oder anderen lokalen Küchenteam, was das Geschirr angeht, aber man muss dazu sagen, das Einweggeschirr an vielen Stellen natürlich deutlich die Arbeitszeit reduziert und man ist dann schon auch ein Stück weit.

00:23:22: versucht den Zeitplan anzuerhalten und dann wird es schwierig, wenn man noch abwäscht.

00:23:26: Bisher haben wir aber immer unser Geschirr abgewaschen, das heißt kein Einweggeschirr verwendet.

00:23:31: Soweit das geht versuchen wir das auch durchzuziehen.

00:23:34: Das sind jetzt sehr detaillierte Sachen, aber da versuche ich schon darauf zu achten, was für mich das Thema Nachhaltigkeit an der Stelle bedeutet, ist eigentlich eher auch die soziale und ökonomische Komponente.

00:23:46: Wir versuchen, das hatte ich schon gesagt, möglichst lokal zu arbeiten.

00:23:50: Egal, was wir machen, so lokal wie möglich ist das Prinzip.

00:23:53: Das heißt, ich fahre durch ein Parmier mit einem parmierischen Team.

00:23:57: Ich fahre durch Kirgis da mit einem kirgisischen, ich fahre durch Usbekis da mit einem usbekischen Team.

00:24:01: Das hat auch ein bisschen den Hintergrund, dass die sich natürlich am besten auskennen, besser vernetzt sind.

00:24:06: Aber für mich, es hat was mit authentisch zu tun.

00:24:08: Es hat aber auch was damit zu einem Geld dort ankommt, wo man sozusagen auch unterwegs ist.

00:24:13: Und dann versuchen wir oder machen das, ehrlich gesagt, mittlerweile schon zum Programm.

00:24:18: Unterstützung zu geben an Stellen, wo sie gebraucht wird.

00:24:21: Wir haben eine Schule im Batang-Tal dieses Jahr mit einer Laptop-Spende.

00:24:26: Ja, also für die Laptops gespendet, da wurde ich angefragt.

00:24:29: Mehrfach ist das möglich, dann haben wir es organisiert.

00:24:32: Wir haben vor ein paar Jahren ein paar mir auch ein Kindergarten unterstützt, der dort neu aufgebaut wurde, mit Sach- und Geldspenden.

00:24:39: Das kommt jetzt nicht von uns als Epic Trails ausschließlich.

00:24:42: Klar, spende ich da auch mit, aber ich versuche es, wenn zwölf Teilnehmer so groß sind, die Gruppen maximal.

00:24:48: dahin fliegen, den Leuten das vorher sozusagen einfach mitzuteilen und sagen, hey, wenn ihr was mitbringen wollt, bring doch bitte das und das mit, das werden wir an der und der Stelle spenden.

00:24:58: Und das funktioniert ehrlich gesagt ganz gut, denn die Leute haben eigentlich in der Regel immer Lust, irgendwas mitzubringen, Gastgeschenke und eben was Gutes zu tun.

00:25:05: Und genau diesen, sag ich mal, diese Energie, die nutzen wir dann und versuchen das umzusetzen, dass wir da lokal eben die Leute unterstützen.

00:25:12: Das ist eine schöne Geschichte, wenn dann auch die Teilnehmer was mitbringen, was man den Leuten vor Ort nutzt und vor allem, wenn man sagt, man hat jeweils lokale regionale Guides, also dann ist es ja ein Windwind, weil es dann eben in der Region bleibt und man hat dann auch den authentischen Bezug und auch das Wissen vor Ort.

00:25:27: Jetzt vorhin gerade, wo gerade das mit dem Geschirr eine Küche angesprochen hat, was ist man denn in diesen Ländern so klassisch?

00:25:32: Also wenn man jetzt, ich sage mal, man hat jetzt vielleicht die eine oder andere Unverträglichkeit, was in Deutschland kein Problem ist, weil man im Lokal Jahrtausend Auswahlmöglichkeiten hat, wie ist denn das vor Ort?

00:25:42: ist grundsätzlich sehr schmackhaft.

00:25:44: Man kann sich so ein bisschen vorstellen oder ich würde es damit beschreiben.

00:25:47: Es ist wie bei Oma in der Küche sozusagen.

00:25:49: Das heißt, es ist sehr gut, sage ich mal, zubereitet, auch nicht zu scharf gewürzt, gut gewürzt.

00:25:54: Wer es scharf mag, macht sich da was dran, steht eigentlich immer auf den Tischen.

00:25:58: Typische Gerichte sind Plov.

00:26:01: Das ist die zentralasiatische Reisfahne, würde ich das mal sagen.

00:26:04: Geht so ein bisschen in die Richtung Paella, nur das sagt natürlich keine Meeresfrüchte sowieso nicht.

00:26:08: Aber auch kein Kaninchen, sondern da ist dann in der Regel Rindfleisch oder Lamm drin.

00:26:13: Lamm und Rind ist auch so das Hauptfleisch, was dort gegessen wird.

00:26:17: Und ja, die Küche ist in den Hauptgerichten sehr fleischlastig, das kann man schon sagen.

00:26:22: schmeckt sehr gut, überhaupt keine Frage, denn das ist in der Regel alles irgendwo Fleisch bzw.

00:26:27: das kommt von Tieren, die da auf der Hochweide auch wirklich unterwegs waren.

00:26:31: Da gibt es eigentlich überhaupt keine Stallhaltung, zumindest nicht, dass ich wüsste in den Ländern bei diesen Tieren.

00:26:36: Wenn jetzt jemand sagt, er ist vegetarisch, das haben wir sehr oft, dann sage ich erstmal kein Problem.

00:26:41: Wir stellen uns natürlich in dieser Campingküche darauf ein, da kochen wir dann entsprechend Alternativen.

00:26:47: In den Gästehäusern kündigen wir das vorher an, da gibt es dann in der Regel auch gute Alternativen.

00:26:52: Was wirklich immer funktioniert, das sind Salate und alles was Obst ist, ist sehr, sehr, sehr schmackhaft.

00:26:59: Denn da wird nicht groß gedüngt, es gibt viel Sonne und es kommt alles aus dieser Region.

00:27:05: Wirklich sehr gute Salate.

00:27:06: Kann man auch essen.

00:27:07: Also wurde ich auch oft gefragt, ist das denn mit den Salaten gut?

00:27:09: Jetzt kommt hier ein gemischter Salat auf den Tisch oder ein Caesar-Salat oder so kann ich das jetzt essen.

00:27:14: Ja, also das Problem mit den Magen, das kann man vielleicht jetzt an der Stelle auch einfach mal reinbringen.

00:27:20: Das haben wir über viele Jahre beobachtet.

00:27:21: Das hängt in der Regel mit der Hitze zusammen und der Sonne.

00:27:24: hat man über dreißig Grad und hat den Sonnenschein den ganzen Tag und fährt da Fahrrad und hat dann vielleicht noch eine Passüberquerung von tausend Höhenmetern drin.

00:27:32: Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der da vielleicht sogar noch ein bisschen Gas gibt oder zumindest sich permanent an seiner Leistungskrente befindet, recht hoch, dass der Magenprobleme bekommt am Folgetag oder darauf.

00:27:44: Wir haben Touren gehabt in Parami, wo plötzlich gar keine Probleme mehr waren.

00:27:48: Und es war der einzige Unterschied zum Vorjahr war, dass es geregnet hatte malen Tag, es hat abgekühlt, wir haben zwanzig Grad gehabt und plötzlich sieht die Sache ganz anders aus.

00:27:57: Das heißt, zurück zum Essen.

00:28:00: Ihr könnt grundsätzlich, kann man wirklich das Essen empfehlen, es gibt sehr schmackhafte Sachen, auch Maultaschen fallen mir jetzt gerade ein Manti heißt es oder eben Nudelgerichte.

00:28:09: Das ist alles kein Problem, aber man sollte ein bisschen, wenn man eine aktive Reise macht, es muss ja nicht unbedingt Fahrradfahren sein, kann auch ein Tracking sein, Bergsteigen, ihr solltet immer darauf achten, dass man nicht zu viel ist und nicht zu viel Sport macht.

00:28:23: Das heißt von allem ein bisschen sozusagen runterzuschrauben im Vergleich zu Deutschland und sich erst im Laufe der Reise so rantasten an das Maximum, weil das ist tatsächlich, dass der Körper dann irgendwann sagt, oh, das ist mir jetzt alles zu viel.

00:28:36: Okay, aber die Küche ist jetzt nicht so wahnsinnig exotisch, dass man darin gar nichts finden würde.

00:28:42: Nein!

00:28:43: Man findet dort vor Ort, was ihm noch schmeckt.

00:28:45: Vorne ist so angesprochen, man freut sich, wenn man am Anfang und am Ende wieder so ein bisschen Internet hat im Hotel und zwischen drinnen nicht.

00:28:50: Wie ist denn das so gerade, wenn jetzt das Thema Sicherheit?

00:28:53: Also ihr seid dann, sag ich mal, ein paar Meter unterwegs, man ist so in der Steinenwüste gefühlt, ist da weit und breit kein Mensch?

00:28:58: Ist da trotzdem, sagen wir mal, man hofft ja nicht, aber falls jetzt etwas passieren sollte, jemand stürzt den Fahrrad, wie seid ihr denn da vernetzt?

00:29:04: Hat man da überhaupt, sag ich mal, auch Erreichbarkeit über Mobilfunk?

00:29:08: Wie sind also die Kommunikationswege, dass man da auch wirklich ein Sicherheitsnetz für die Teilnehmer hat?

00:29:13: Ja, interessanterweise.

00:29:16: Es ist tatsächlich so, ich bin letztens mit der Deutschen Bahn von Augsburg durch Schwabenland gefahren und habe so gut wie kein Empfang gehabt während dieser Zugreise.

00:29:25: Und es war zum Beispiel im Ries.

00:29:27: Es ist eigentlich total eben, man denkt jetzt ist hier irgendwo ein Sendenmast und man muss doch Empfang haben und habe kein.

00:29:33: Und dann bin ich in Zentralasien unterwegs.

00:29:35: In den besiedelten Gebieten ist überall eigentlich flächendeckend Telefon und Internet.

00:29:41: Das heißt, wenn ein Dorf irgendwo ist, dann gibt es mittlerweile auch ein paar mir selbst in diesen sind wirklich sehr entlegenen Dörfern im Batantal, Sendemasten, sodass wir telefonieren können.

00:29:52: Und in den Gebieten, wo wir dann zelten, wo dann wirklich nichts mehr ist, ja, da ist dann auch nichts mehr.

00:29:56: Da wissen wir natürlich, wo ist denn der nächste Sendemast, wo muss ich dann hinfahren, in welche Richtung, damit ich Empfang habe.

00:30:03: Auch das wieder, immer wieder das wichtige Wissen der Locals, das ändert sich auch mal.

00:30:06: Oder am Songkulsee in Kyrgyzstan, das ist ein Hochsee auf dreitausend Meter.

00:30:10: Da gibt es so Jurtencams, wo man übernachten kann, wo man sich einbuchen kann.

00:30:14: Und da sind die Leute immer wieder zu so einem Fundament gelaufen.

00:30:17: Ein altes Fundament von einem alten Haus aus Sowjetzeit.

00:30:21: Da steht aber nur noch das Fundament.

00:30:22: Und die Leute stehen dann da, insbesondere Locals, auf diesem Fundament und holen die Handys raus.

00:30:27: Das ist Localwissen, was man sozusagen dann wirklich nur haben kann, wenn man da vor Ort eben die Leute kennt.

00:30:33: und diese Gegebenheiten auf diesem Fundament, warum auch immer gibt es Empfang ringsrum nicht.

00:30:38: Und dann kommt wieder das Thema Internet.

00:30:40: Am Songkulsee, was ein recht bekannter Spot ist für die Reise in Kyrgyzstan, wirklich wunderschön.

00:30:46: Eine riesige Hochweite mit eben diesem See da in der Mitte.

00:30:49: Dort hat es mittlerweile Starlink in den Jurten.

00:30:51: Also natürlich nicht überall, aber man hat Jurtenlager, die das haben.

00:30:55: Da kann man sich seinen Wi-Fi-Pass kaufen.

00:30:57: Das kann man jetzt gut und schlecht finden.

00:30:59: Das hat Vor- und Nachteile.

00:31:00: Wenn man sagt, man möchte mal so richtig raus aus diesem Ganzen.

00:31:03: Kommunikationsthema, dann würde ich nicht unbedingt das eine, sondern vielleicht das andere Jürgencamp nehmen.

00:31:08: Aber natürlich für alle, die was organisieren müssen, die sich weiter kommunizieren müssen, da ist es natürlich wieder top.

00:31:14: Und das Thema Sicherheit als allgemeines Thema, da kann man sagen, ist die Region sehr sicher und sehr gut zu bereisen.

00:31:21: Ein Beispiel, uns ist mal bei einer Stadtführung, ist jemanden aus der Tasche umgerechnet zehn Euro rausgefallen, so ein Tausend Sommenschein, der lag dann da auf dem Bazaar.

00:31:30: Und dann läuft jemand hinterher, hebt den Auf und sagt, hier euer Geld.

00:31:35: Und das ist so ein typische Szene und wirklich auch charakteristisch für die Region.

00:31:39: Also so Diebstähle oder so, ich sag mal, alles was Richtung Überfall oder so was geht.

00:31:44: Ich hab davon ehrlich gesagt noch nie wirklich mitbekommen.

00:31:46: Es gab mal eine Zeit in Kyrgyzstan, das ist aber auch mittlerweile vorbei, wo das offenbar Samal passiert ist, aber auch ganz, ganz selten.

00:31:53: Und jetzt ist es echt gesagt, mir seit lang nicht mehr zu ongekommen, dass da mal was passiert wäre.

00:31:58: Von daher ist es sehr sicher.

00:31:59: sehr schön zu reisen.

00:32:00: Okay,

00:32:01: wunderbar.

00:32:01: Also man muss keine Bedenken haben, wenn man sich in die Länder begibt.

00:32:04: Ja.

00:32:04: Du hast ja schon viel erzählt, ein Fahrrad, Parmier und die Länder.

00:32:08: Gibt es denn irgendwie ein Projekt oder irgendwas, was ihr demnächst neu planen wollt, also was ansteht und noch eine Pipeline ist und dann vielleicht in diesem Jahr dann als Angebot rauskommt?

00:32:17: Also in diesem Jahr ist, wie gesagt, ganz neu unsere Armenienreise, dass wir nochmal in den Kaukesus gehen.

00:32:23: Das wird im September stattfinden.

00:32:26: Die Pilotreise dazu.

00:32:27: Das ist einmal, das ist eine zweivöchige Mountainbike-Reise.

00:32:30: Da geht es auch wirklich dann einmal quer durch Armenien durch vom äußersten Nordwesten in Zentrum beziehungsweise so eher Südost.

00:32:38: Und da fahren wir über Aloschne Volkade.

00:32:40: Da fahren wir durch wahnsinnig schöne Schluchten.

00:32:42: Da schauen wir uns natürlich die ersten Klöster dieser Welt, die es eigentlich gab, die dort stehen.

00:32:48: Sehr, sehr schöne Reise.

00:32:49: Wir haben auch eine neue Reise dieses Jahr im Programm in Kyrgyzstan.

00:32:54: Lange Jahre habe ich es vermieden, muss ich jetzt dazu sagen.

00:32:57: Das Thema E-Bike hat aber auch was damit zu tun, dass es wirklich komplex ist und schwierig.

00:33:02: Natürlich Ladeinfrastruktur ist nicht gegeben bzw.

00:33:06: an vielen Stellen nicht gegeben.

00:33:07: Wir sind Mountainbiker und versuchen schon raus in die Natur zu kommen und möglichst authentisch und natürlich ursprünglich unterwegs zu sein.

00:33:14: Wir haben aber eine Möglichkeit gefunden für das E-Bike-Thema eine Strecke, die schon von Unterkunft zu Unterkunft geht, wo wir laden können.

00:33:21: Und trotzdem einfach diese Nebenstrecken, Schotterpisten, auch malen, dreitausender Pass dabei und wirklich ursprünglich unterwegs.

00:33:31: Das ist eine ganz neue Reise, die haben wir mit unseren eigenen Bikes, die haben wir auch neu extra angeschafft dafür.

00:33:36: In Kyrgyzstan, also eine E-Bike-Reise, freu ich mich auch drauf, steht alles schon auf der Website.

00:33:41: Und trotzdem hast du nach der Schublade gefragt, was da schlummert.

00:33:44: Und da schlummert schon lange ein Projekt, wo ich gerade gestern erst wieder darüber nachgedacht habe.

00:33:49: Der eine oder andere kennt es vielleicht, das Silk Road Mountain Race.

00:33:52: Das ist zu eines der härtesten Bikepacking-Radrennen der Welt.

00:33:56: Das geht durch Kyrgyzstan, jedes Jahr immer wieder ein bisschen eine andere Strecke.

00:34:00: Puh, ich glaube um die zweitausend Kilometer und sowas um die dreißigtausend Föhnmeter sag ich jetzt mal so ich weiß nicht genau mehr wie viel es war.

00:34:07: es ist jedenfalls unglaublich viel und für mich jedes mal wenn ich die Leute dort treffe wir sind meistens in diesem Zeitraum auch vor Ort und treffen da auch die Rennfahrer.

00:34:15: Denke ich mir immer Respekt, wahnsinnig, dass ihr das schafft.

00:34:18: Aber das Prinzip dieses Silk Road Mountain Race ist ja wirklich vielerlei Hinsicht quer durch dieses Land zu fahren.

00:34:24: Und eine Idee, die mir schon viel früher kam, das war relativ gleich am Anfang der Unternehmensgründung, im Jahr zwei Tausendsechzehn oder siebzehn, habe ich da ein kleines Skizze, Projekt Skizze gemacht, die nennt sich Kyrgyzstan Crossing oder Kyrgyzstan Extrem habe ich es damals noch genannt.

00:34:38: Es soll von Bischeg der Hauptstadt an den Piclänien im Süden gehen.

00:34:41: Das heißt einmal von Nord nach Süd durch dieses Land.

00:34:44: Und wir schieben das ein Stück weit immer jedes Jahr vor uns her, weil wir viele Reisen hatten und viele neue Sachen auch.

00:34:49: Aber ich denke, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir, dass wir so eine Pilotreise dazu machen werden.

00:34:53: wo wir organisiert, also von unserer Seite natürlich organisiert, diese Route von Nord nach Süd machen.

00:35:00: Es wird teilweise natürlich auf solchen Strecken gehen, wo auch der Silk Road Mountain Race unterwegs ist.

00:35:04: Wir werden es natürlich nicht so extrem machen, auf gar keinen Fall, aber der Charakter soll schon sein, hey, wir fahren einmal von Nord nach Süd über.

00:35:13: Es sind sechs, dreitausender Pässe dabei, einige fast viertausend Meter hohe Pässe.

00:35:18: Und es ist schon anspruchsvoll, aber ja, freu ich mich seit vielen Jahren eigentlich so gedanklich immer drauf.

00:35:23: Es hat nur noch nicht der Zeitpunkt gepasst.

00:35:24: Ich denke, es wird dann so weit sein.

00:35:27: Er klingt auf jeden Fall spannend, beeindruckend.

00:35:29: Einmal durch das ganze Land.

00:35:30: Wir haben schon jetzt schon mal viel Erfolg für die Planung und die Umsetzung.

00:35:33: Das ist dann auch dann auch dann siebenundzwanzig erklappt.

00:35:35: Du

00:35:35: bist ja jetzt über zehn Jahre in dem Thema drinnen.

00:35:39: Da hast du ja viele Reisen gemacht, viel erlebt.

00:35:41: Wenn du so zurückblickst, gibt es irgendwie irgendwas... Besonders spannendes oder irgendwas emotional oder auch irgendwas Lustiges, was dir so einfällt.

00:35:48: Du sagst so, das werde ich in meiner ganzen Laufbahn nicht mehr vergessen, dass ich darauf meine Reise damals erlebt habe.

00:35:55: Da kommen jetzt ganz viele Bilder im Kopf.

00:35:57: Da muss ich jetzt irgendwie was nehme ich jetzt.

00:36:00: Also ganz kurz zurückliegend, noch gar nicht so lange her, ist eben bei dieser Batang-Reise, also bei dieser Pamir-Reise, die wir letztes Jahr im September gemacht haben.

00:36:09: Da sind wir in das Dorf Saft-Nord gekommen.

00:36:11: Das ist so ca.

00:36:12: auf der Hälfte der Strecke auf Etappe vier und da haben wir auch einen halben Tag Zeit, wo wir dann wirklich noch mal so eine kleine Pause einbauen.

00:36:18: Da ist die Etappe recht kurz mit, sind nicht mal zwanzig Kilometer.

00:36:22: Und sind wir angekommen und fahren eigentlich eine Schotterpiste runter in das Dorf.

00:36:26: Und ich habe dann einfach die Leute, die Lust hatten, gefragt, wer will, einen etwas technischen Trail ins Dorf runterfahren.

00:36:32: Das ist so der, ich sag mal, für die Hürten und ja, zu Fuß kann man das gehen.

00:36:36: Das geht aber schon Richtung Tracking dann.

00:36:38: Und beim Bike nur, wenn man es gut beherrscht.

00:36:40: Und die kleine Truppe, die dann mit mir mitgefahren ist, wir fuhren da runter.

00:36:43: Es hat Mörder Spaß gemacht, gab natürlich super schöne Bilder auch dann am Ende.

00:36:47: Wir kamen dann unten in dieses Dorf rein und wollten zu unserem Gästehaus fahren, wo alle anderen gewartet haben.

00:36:52: Und dann ist dann das passiert, was ganz oft in Pamiya oder in Zentralasen passiert.

00:36:57: was auch wieder total beeindruckend war.

00:36:59: Wir sind in einer Hochzeitsgesellschaft gekommen und kaum waren wir eben da.

00:37:03: Wir wurden sofort an den Tisch geholt.

00:37:06: Wir saßen da mit unseren Mountainbike-Klamotten und haben mitgegessen, wurden sofort bewirrt.

00:37:12: Es wurde gerade der Ploff, also diese Reispfanne, fertig gemacht und ausgegeben für die Kinder als Erstes.

00:37:18: Und wir saßen dann neben den Kindern.

00:37:19: Das war sehr beeindruckend.

00:37:22: Wir haben uns dann, das ist dann üblich übrigens, Gastfreundschaft wird nicht bezahlt.

00:37:25: Das ist logisch.

00:37:26: Also auf gar keinen Fall da Geld geben.

00:37:28: Aber so eine Hochzeit, da ist es immer so, dass die Leute natürlich irgendwann an irgendeiner Stelle zu einem festen Zeitpunkt eigentlich Geld geben.

00:37:34: Ich habe dann einfach nachgefragt, hey, wie schaut es aus?

00:37:36: Wann ist eure Hochzeit?

00:37:37: Wann geht es hier richtig los?

00:37:39: Und war dann auch gar nicht groß die Frage nötig, ob wir kommen können, sondern andersherum.

00:37:42: ihr seid natürlich eingeladen.

00:37:44: Und dann haben wir einfach, weiß ich jetzt nicht mehr genau wie viel, aber wir haben dann einfach natürlich ein bisschen Geld in die Kasse geschmissen, der Hut ging sozusagen in diesem Zusammenhang schon rum.

00:37:52: Und abends sind wir dann da mit der ganzen Truppe hin und dann saßen wir da in diesem in dem Haus, in dem Parmiahaus, die Hochzeit war im Gang, es wurde getanzt.

00:38:00: Und wir als Männer, insbesondere die Frauen von uns gar nicht.

00:38:03: Wir hatten echt viele Frauen bei dieser Gruppe mehr, sogar sieben Frauen und fünf Männer.

00:38:08: Aber die Männer mussten alle auf die Tanzlöche.

00:38:09: Wir haben mit den Damen dort getanzt.

00:38:11: Es war sehr beeindruckend.

00:38:13: Und wird mich auch so schnell loslassen dieser Erfahrung.

00:38:16: Und ja, da fallen mir jetzt noch ganz viele Geschichten in der Richtung ein, die wir so über die Ara hatten.

00:38:21: Ja, aber es ist ja ein Zeichen für die Gastfreundschaft, aber das auch ein Zeichen, dass man, wenn man dort ankommt, jetzt auch an alles natürlich sichtlich Europäer oder halt nicht einheimischer, dass man da sofort eingeladen wird, spricht eigentlich für die Gastfreundschaften die Aufmerheiz der Leute dort.

00:38:33: Man stellt sich vor, man feiert jetzt hier irgendwo in Deutschland eine Hochzeit, dann kommt eine Gruppe Mautenbeiger vorbei, würde man kaum sagen, setzt euch her und trinkt mit uns.

00:38:43: Genau, ich habe das mal experimentmäßig gemacht und habe mal jemanden hier bei mir in der Kleinstadt eingeladen, der offensichtlich nicht von hier kommt und habe ihn zum Tee eingeladen und es war eine wahnsinnige Hürde, dass er mit zu mir in die Wohnung kommt und wirklich einen Tee trinkt, weil er gedacht hat, was will der jetzt von mir?

00:38:58: Ich wollte das aber auch einfach mal ausprobieren und es gehört einfach nicht zu unserem Alltag dazu.

00:39:02: Und das ist genau der wichtige Punkt, das gehört dort zum Alltag dazu.

00:39:06: Der Gast ist und war an der Seidenstraße eine der wichtigsten Güter.

00:39:10: oder ja, das ist ein Tugend in diese Gastfreundschaft und das ist auch eine echte Gastfreundschaft.

00:39:15: Das heißt, da wird auch nichts als Gegenleistung erwartet.

00:39:18: Auf der anderen Seite sollte man natürlich ein bisschen mit Gespür dabei sein.

00:39:23: Das heißt, wenn man in Zentralasien unterwegs ist, kann man sich darauf verlassen, dass man eingeladen wird.

00:39:27: Das kann man hier so definitiv sagen.

00:39:29: Und dann ist es natürlich immer gut, auch vielleicht mal ein kleines Geschenkchen dabei zu haben.

00:39:33: Sei es eine Postkarte aus der eigenen Stadt oder Region, wo man herkommt oder ein Foto von einem mit seiner Familie von zu Hause, das wird an dem Kühlschrank kleben.

00:39:41: Das kann ich jetzt schon sagen.

00:39:43: Zweites wirklich wunderbares Geschenk sind Kühlschrankmagneten.

00:39:46: Fast jeder dort hat Kühlschrank.

00:39:47: Magneten und liebt sie.

00:39:49: Und dann gibt es natürlich allerlei praktische Sachen, vom Cabby über eine Taschenlampe, über ein Feuerzeug, über solche Sachen.

00:39:56: Das kann man dort immer gut verschenken.

00:39:58: Wunderbar.

00:39:59: Du machst auf jeden Fall sehr viel Lust und Laune und auch Neugier für Reisen mit dir durch Zentralasien.

00:40:05: Wenn man jetzt bei euch bei der Free am Stand vorbeischaut, was habt ihr denn da so im Angebot dabei?

00:40:09: Wahrscheinlich die Sachen, die du jetzt erzählst, dann hast du noch irgendwie, keine Ahnung, sind es hauptsächlich Mautenbiker.

00:40:13: oder wenn ich sage, ich bin auch wie ein Motorrad Fan, finde ich dabei euch am Stand auch was?

00:40:17: Ja, ist gut, dass du es fragst.

00:40:19: Also wir haben einfach auch dessen geschulte, dass wir ein sehr kleines Team sind, sehr kleines Unternehmen.

00:40:24: Über viele, viele Jahre bis kurz nach Corona ehrlich gesagt.

00:40:28: nur Mountainbike und Fahrradreisen angeboten.

00:40:31: Jetzt hat sich das aber einfach auch über die jahrischen angebahnt.

00:40:34: Ich wurde ganz oft gefragt und da kam dann irgendwann vor drei Jahren die Skireise dazu.

00:40:39: Ich fliege jetzt selbst im Januar, Ende Januar nach Kyrgyzstan für eine Skireise.

00:40:44: Das heißt, Skitourenreisen kann man bei uns auch beraten werden und haben wir alles dabei an Infomaterial.

00:40:50: Ein zweites Thema, was auch über Artyom in dem Fall, über meinen Kollegen aus Kyrgyzstan dazukam, ist das Thema Motorradreisen.

00:40:57: Das machen wir seit zwei Jahren und auch da gerne vorbeikommen, sich informieren.

00:41:02: Da haben wir in Kyrgyzstan eine Reise und dieses Jahr ganz neu zum allerersten Mal machen wir eine Parmier-Durchquerung mit dem Motorrad.

00:41:10: Es wird im Sommer stattfinden, gibt es auch noch zwei Plätze, falls das jetzt jemand interessiert.

00:41:15: Und ein drittes Thema, was ich persönlich auch einfach ergibt, sich von ganz alleine aus unserer aktuellen Lebenssituation von allen von uns, also Atom, Tilek und ich.

00:41:25: Wir sind alle Pappers.

00:41:26: Wir haben alle Kinder.

00:41:28: Und die Familienreisen sind dazu gekommen.

00:41:30: Das heißt, das sind jetzt nicht immer Mountainbike oder Fahrradreisen.

00:41:33: Das haben wir auch.

00:41:34: Wir haben auch eine vorgefertigte Familienradreise im Programm.

00:41:38: Aber es ist zum Beispiel Jürgenurlaub Kyrgyzstan.

00:41:42: eine Reise, die wir anbieten und auch dieses Jahr wieder einige Reisen haben, die wir da durchführen.

00:41:47: Das heißt, die Familie kommt, in der Regel gehen wir jetzt mal von vier Personen aus, zwei Erwachsene, zwei Kinder.

00:41:52: und der Unterschied insbesondere ist natürlich, es geht hier nicht um körperliche Aktivität zu stark, sondern das sind dann sehr dosiert und vor allem auf die Bedürfnisse und das Niveau der Familie angepasste Aktivitäten in der Regel reiten.

00:42:05: Wandern, ja man kann auch mal Fahrrad fahren, da geht es dann um Tagestouren an der Lodge und ansonsten versuchen wir die Ortswechsel möglichst gering zu halten, sodass man nicht zu oft und zu lange im Auto sitzt.

00:42:16: und da haben wir eben drei Jürgencamps, wo wir länger bleiben, das heißt mindestens zwei Nächte eher dann länger und von dort aus dann Tagestouren machen eben mit dem Pferd, zu Fuß oder vielleicht auch mal ein Stückchen mit dem Auto, aber dann eben kleine Wanderungen auf jeden Fall immer Aktivität.

00:42:31: Es gibt viel Kultur, die Kinder können ja ich sag jetzt mal typisch Urlaub auf dem Bauernhof vom Kuhmelken, über Kochen, über, ich sag mal, bei allen möglichen Sachen, die da um die Jurte und auf den Weiden gemacht werden, mit anpacken.

00:42:43: Und da passiert immer was.

00:42:45: Und die Kirgisen, das muss man auch dazu sagen, die sind da eigentlich auch richtig interessiert daran, das zu zeigen.

00:42:50: Die Kids, die da rumspringen, also kirgisische Kinder, die fangen sofort an, mit den anderen Kindern zu spielen, das habe ich jetzt schon ganz oft beobachtet, ist immer toll.

00:42:58: Also wirklich schönes Land, um auch mit der Familie dahin zu reisen.

00:43:02: Und aus dem Thema Sicherheit kann ich sagen, ist es auch wirklich kein Thema, das man da jetzt bedenken haben muss, was die Sicherheit angeht.

00:43:08: Wunderbar, also bei euch am Stand findet die Familie was, der Mountainbiker findet was, der auch mit dem E-Bike fahren, weil er findet was und der Motorrad auch.

00:43:15: Also jeder, der diesen Interesse hat, kann bei euch am Stand vorbeischauen.

00:43:18: Da ist uns wahnsinnig viel Infos gegeben und auch wirklich große Lust, glaube ich, auch auf diese Länder.

00:43:23: Also ich werde mir das nochmal hier dann in den Fotos mal genau anschauen und auch mir mal so ein bisschen mehr Videos über die Länder anschauen, weil ich glaube die Natur einfach wahnsinnig faszinierend ist und dann komplett was anderes.

00:43:33: Das ist bei unseren, sag ich mal, Großraumgebieten, den wir wohnen, um die großen Städte herum.

00:43:37: Deswegen vielen Dank.

00:43:38: Stefan von Epic Trails für deine Zeit und die vielen Infos und dass du dabei gewesen bist.

00:43:42: Danke schön.

00:43:43: Danke auch.

00:43:44: Ja, vielen Dank, dass ich hier die Möglichkeit hatte, mal mitzumachen.

00:43:46: Sehr gerne.

00:43:47: Und auch vielen Dank an euch, liebe Hörerinnen und Hörer fürs dabei sein und alle Infos zum Podcast Freetalk und natürlich auch zu Epic Trails findet ihr in den Shownotes und alles zu Messe gibt's auf der Website free-münchen.de.

00:43:59: Servus und bis zum nächsten Mal.

00:44:03: Das war's von Freetalk.

00:44:05: Schön, dass ihr reingehört habt.

00:44:07: Wir wünschen euch eine fantastische Messe und viel Inspiration für euer nächstes Reise- und Freizeitabenteuer.

00:44:14: Abonniert unseren Podcast, folgt uns auf Social Media und holt euch alle weiteren Infos auf der Website der Messe FREE.