Auf der Messe f.re.e - Der Deutsche Alpenverein und Clesana

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf die Messe f.re.e und geben spannende Einblicke in die Stände des Deutschen Alpenvereins und von Clesana. Dabei sprechen wir über die vielseitigen Angebote am Stand des Alpenvereins, von Mountainbike-Beratung über Lawinensuchübungen bis hin zu Klettermöglichkeiten. Außerdem geht es um die Bedeutung von nachhaltigem Tourismus in den Alpen. Anschließend treffen wir Daniel Beller von Clesana, der uns ihre innovative Verschweißtoilette für den Campingbereich vorstellt. Viel Spaß bei dieser kontrastreichen Episode!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei "Free Talk", dem Podcast der Reise- und Freizeitmesse "Free".

00:00:10: Entdecke mit uns die neusten Trends, tauche ein in inspirierende Geschichten

00:00:15: und erhalte exklusive Einblicke in die Welt der Reise- und Freizeitbranche.

00:00:20: Viel Spaß beim Zuhören!

00:00:28: Hallo und herzlich willkommen zum "Free Talk", dem Podcast der Reise- und Freizeitmesse "Free".

00:00:33: Dieses Mal direkt von der Messe und ich stehe hier am Stand vom deutschen Alpenfein.

00:00:38: Nehmen wir mein Name ist Peter Felix. Servus, was machst du denn genau beim Alpenfein?

00:00:42: Ja, herzlich willkommen. Hier auch Felix, danke für die Anmoderation.

00:00:46: Ich bin zuständig für Events und Öffentlichkeitsarbeit bei uns in der Sektion München.

00:00:52: Hier auch gleich der erste Punkt, der DAV, von dem man so spricht, ist eigentlich der Bundesverband,

00:00:58: ähnlich wie der DFB. Darunter organisieren sich viele eigenständige Vereine

00:01:03: und wir sind eben die Sektion München zusammen mit der Sektion Oberland vom Deutschen Alpenverein.

00:01:08: Genau, so viel zu mir, zu uns. Schön, dass du da seid.

00:01:11: Was kann man denn bei euch am Stand erleben, wenn ich als Besucherin oder als Besucher jetzt zu "Free" komme?

00:01:16: Ja, also unser Stand ist tatsächlich recht groß.

00:01:20: Wir sprechen nicht von einem Stand, wir sprechen von vier Ständen insgesamt.

00:01:23: Wir haben einmal in der Mountainbike-Halle einen Transalp-Beratungsstand.

00:01:27: Hier können sich interessierte Personen Infos rund um Transalp-Überquerung mit dem Mountainbike informieren.

00:01:34: Da haben wir Kartenmaterial und sehr fehlige Mitarbeiter, die sie da sehr gerne beraten.

00:01:39: Und dann haben wir in der Halle A6 selber eben drei Stände nebeneinander.

00:01:44: Hier haben wir einmal das Lawinen-verschützenden Suchfeld, langes Wort.

00:01:48: Ein wichtiges Thema gerade jetzt im Winter. Dort können interessierte,

00:01:52: die Lawinen-verschützenden Suche auch wirklich live üben,

00:01:56: mit Sondierungsphase, mit sogar dem Glücksgefühl,

00:02:00: ein echtes Lawinen-verschützenden Suchgerät zu finden. Das sind Zungenbrecher.

00:02:04: Und dann haben wir noch die Slackline hier, da kann man ein bisschen Gleichgewichtsübungen machen.

00:02:10: Den großen Kletterturm, den sieht man, egal wo man ist in der Messehalle,

00:02:13: sieht man diesen Kletterturm. Da könnt ihr gerne mal das Klettern ausprobieren.

00:02:17: Ihr werdet von professionellem Personal gesichert. Es herrscht keine Absturzgefahr.

00:02:21: Und bei uns direkt bei mir am Stand könnt ihr euch Informationen rund zum Verein holen.

00:02:27: Genau. Und bei mir am Stand gibt es dann Informationen und Beratung zu allgemeinen Themen.

00:02:34: Rund ums Boulder, rund ums Kletter, rund ums Bergsteigen, Skifahren.

00:02:37: Was euch so auf dem Herzen liegt.

00:02:39: Seid ihr da als DAV hier in München und Oberbayern?

00:02:42: Ist es schon ein langjähriger Aufsteller bei der Free und schon seit 20, 30 Jahren dabei?

00:02:46: Oder ist es eher eine Premiere bei euch?

00:02:48: Premiere ist das nicht. Nein, wir sind tatsächlich schon viele, viele Jahre dabei.

00:02:53: Wir hatten früher hier noch einen großen Wettkampf am Laufen, die Climb Free

00:02:56: und die Bayerische Meisterschaft in Bouldern. Das war natürlich immer ein großes Highlight.

00:03:00: Mittlerweile sind wir etwas kleiner vertreten, aber nichtsdestotrotz,

00:03:03: wir freuen uns sehr immer da zu sein. Das ist eine klasse Veranstaltung.

00:03:06: Ich glaube für uns ist das ein einzigartiges Event unter dem Jahr.

00:03:10: Ein großes Thema ist bei euch ja die Beratung.

00:03:12: Merkt ihr denn in den letzten Jahren ist das Interesse an Touren durch die Berge

00:03:17: oder auch die Hüttenbuchungen? Nimmt es irgendwie zu oder war das immer schon auf einem sehr großen Level?

00:03:21: Weil wir ja hier, sage ich mal, München, Oberbayern sehr viele Bergfächse haben.

00:03:25: Ja, also der touristische Druck auf die Alpen generell nimmt über die Jahre einfach zu.

00:03:30: Ich würde sagen, das liegt nicht nur zwangsläufig an den Münchnern,

00:03:35: sondern es ist generell ein touristischer Druck auf den Alpen.

00:03:38: Wir sind bedacht darauf, hier nachhaltige Beratung anzubieten.

00:03:44: Wir sind auch ein Naturschutzverband, der sich damit beschäftigt,

00:03:48: zukunftsweisende Tourismuskonzepte, Lenkungskonzepte zu entwickeln.

00:03:52: Nachhaltigkeit wird bei uns auch sehr groß geschrieben.

00:03:57: Und hier ist es uns eben auch ein Anliegen, unseren Mitgliedern so ein bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten,

00:04:05: wie es für die nächsten Jahre Jahrzehnte mit den Alpen weitergehen soll.

00:04:08: Und das muss halt nachhaltig passieren und das muss schonend passieren.

00:04:11: Dafür setzen wir uns auch ein.

00:04:13: Und das ist auch Teil, den wir versuchen, in die Beratung mit einfließen zu lassen.

00:04:16: Uns ist natürlich bewusst, dass viele den Alpenverein vielleicht auch da so ein bisschen kritisch beachten

00:04:22: oder die Sektion München auch.

00:04:24: Hier können wir uns aber ganz klar positionieren und sagen,

00:04:26: uns ist daran gelegen, eine Nachhaltigkeit zu schaffen.

00:04:30: Und dafür setzen wir uns auch ein mit nachhaltigen Hüttenbetrieben,

00:04:34: nachhaltigen Essen auf den Hütten, mit Aufklärungsarbeit,

00:04:37: mit Waldwilchschuhengebieten und generell Schuhengebieten, die wir ausschreiben

00:04:42: und auch vor Ort, die nicht Alpenvereinsmitglieder auch gerne aufklären.

00:04:46: Es ist natürlich klar, es ist eure Aufgabe.

00:04:49: Wir haben die Berge, die sind eine schöne Natur, die muss man aber auch entsprechend hegen und pflegen

00:04:52: und auch respektvoll damit umgehen.

00:04:54: Jetzt habt ihr natürlich, die jungen Leute werden bei euch ja schon irgendwie angezogen,

00:04:57: an das Phänomen oder die Begeisterung Berge mit dem Kletterturm.

00:05:00: Habt ihr da so überschlagende Zahl, wie viele Leute während der Free bei euch eigentlich den Berg da

00:05:04: oder die Wand da hoch klettern?

00:05:06: Da muss ich leider passen. Also viele.

00:05:10: Es schäpert ganz oft die Klingel da oben, aber das ist natürlich eine super Entertainment für die Kids.

00:05:16: Wenn man jetzt bei der Free nicht geschafft hat, bei euch am Stand vorbeizukommen

00:05:20: und sich zu informieren und zu beraten, welche Möglichkeiten gibt es denn,

00:05:23: euch unter dem Jahr zu kontaktieren oder auch in Personen zu besuchen?

00:05:28: Also wir sind erreichbar, tatsächlich fast sieben Tage die Woche in unseren Service-Stellen.

00:05:34: Wir haben drei große Service-Stellen.

00:05:37: Einmal im Sport Schuster am Marienplatz.

00:05:40: Hier sitzen wir von der Sektion München.

00:05:42: Die Kollegen der Sektion Oberland sitzen im Globetrotter.

00:05:45: Und darüber hinaus gibt es in der Kletterhalle in Gilching,

00:05:48: für die, die diese Halle kennen, eben auch noch eine Service-Stelle, die auch am Sonntag besetzt ist

00:05:52: und auch, ja, wir sind dementsprechend sieben Tage die Woche erreichbar.

00:05:56: Man findet uns online natürlich, einfach Alpenverein München eintippen, das erste Suchergebnis.

00:06:02: Und ja, da kann man sich zu den Kursen und Touren, zu den ganzen Programmen, zu den Hütten erkundigen.

00:06:08: Und wenn man sagt, man möchte lieber persönlichen Kontakt haben,

00:06:11: dann am besten unter der Woche im Sport Schuster vorbei schneiden.

00:06:14: Wir freuen uns, beraten zu dürfen, unser Angebot zu präsentieren.

00:06:17: Was bedeutet für dich persönlich eigentlich die Free?

00:06:20: Bist du auch schon ein paar Jahre dabei?

00:06:22: Was fällt dir richtig gut daran und was ist die Begeisterung für dich bei der Free?

00:06:26: Ich habe es vorhin schon mal angeschnitten.

00:06:28: Also für mich persönlich ist es einfach klassisch hier zu sein,

00:06:31: um ja, eine große Bandbreite an Menschen anzusprechen.

00:06:34: Man kommt ins Gespräch, man tauscht sich aus.

00:06:37: Ich glaube, das ist für uns, wie eben vorhin schon gesagt, das Wichtigste.

00:06:40: Und dementsprechend Free bedeutet für mich so eine Vielzahl von Menschen in fünf Tagen kennenzulernen,

00:06:47: auch Kontakte zu knüpfen,

00:06:49: gerade andere Anbieter hier haben oftmals Interessen mit uns zusammenzuarbeiten.

00:06:54: Und das ist immer schön der Austausch.

00:06:56: Vielen Dank, Felix, für das Gespräch hier, dass wir euch am Stand sein durften.

00:07:00: Alle Infos zum DAV findet ihr natürlich in den Show-Notes.

00:07:03: Ich bedanke mich fürs Zuhören.

00:07:05: Und wir schauen einfach mal einen Stand weiter. Bis dann.

00:07:08: Wir sind jetzt am Stand von Klesana.

00:07:12: Und gegen mich sitzt ja Daniel Bella.

00:07:14: Daniel, was macht ihr eigentlich genau?

00:07:17: Oder was ist euer Produkt hier auf der Free?

00:07:19: Servus, grüß dich.

00:07:20: Wir sind auf der Free vertreten mit einer Toilette.

00:07:22: Hört sich im ersten Moment ein bisschen komisch an,

00:07:24: ist aber tatsächlich ein ganz, ganz spannendes Thema.

00:07:26: Also nicht nur irgendeine Toilette, sondern wir machen, wir sagen, die Verschweißtoilette dazu.

00:07:30: Wir haben so ein bisschen die ersten Waren, die das vor ein paar Jahren angefangen haben.

00:07:33: Und freuen uns hier über sehr viel Interesse.

00:07:35: Also muss dazu sagen, wir sind hier im Campingbereich,

00:07:38: geht um eine Toilette im Campingbereich.

00:07:40: Verschweißtoilette, erstmal ein bisschen erklären.

00:07:43: Also seit wann gibt es dieses Produkt?

00:07:45: Wie kam es dir auf die Idee, so was umzusetzen?

00:07:48: Gab es da irgendwie Ideen von woanders?

00:07:50: Das ist eine ganz spannende Geschichte.

00:07:52: Ich würde mal gerne erzählen, dass wir irgendwann morgens aufgewacht sind

00:07:54: und diese geniale Idee hatten,

00:07:55: wirst du, was die Welt braucht, eine Verschweißtoilette im Karawaning.

00:07:58: Tatsächlich war es dann aber doch ein bisschen mechanisch.

00:08:00: Also wir machen das schon sehr lange,

00:08:02: obwohl im Karawaning noch gar nicht so lange dieser Name Klesana bekannt ist.

00:08:05: Also wir haben 2009 angefangen, dieses Konzept zu entwickeln.

00:08:08: Und der Grund für die Entwicklung war damals eigentlich

00:08:10: tatsächlich eine Ausschreibung vom Bundesamt für Umwelt in der Schweiz.

00:08:13: Und zwar hatten die die Problematik, dass in Spezälern, also Krankenhäusern,

00:08:17: gerade die Abwässer auf Onkologiestationen,

00:08:20: also überall, wo die Leute chemotherapeutisch behandelt wurden,

00:08:23: oder auf Isolierstationen, wo die Leute hochinfektös sind,

00:08:26: dass die durch die Kläranlagen in die offenen Gewässer rutschen.

00:08:29: Weil in den Kläranlagen ist es so, da habe ich natürlich mein Mikroschlamm

00:08:33: und der filtert organisches Material, aber keine Medikamente raus.

00:08:37: Also das ist auch so ein Thema, das man heute immer zum Beispiel

00:08:39: dort, wenn es darum geht, Hormonbelastung von Grundwasser beispielsweise.

00:08:42: Und damals war das tatsächlich ein Thema, da war die Auschreibung die,

00:08:46: es muss die Möglichkeit bestehen, dass die Leute, bei denen die Hinterlassenschaften

00:08:49: potenziell belastet sind mit solchen Inhalten und Materialien,

00:08:52: dass die so auf die Toilette gehen können, als das sichergestellt ist,

00:08:55: dass quasi dessen nicht in die Umwelt gerät.

00:08:57: Und dann haben wir uns ein paar Gedanken gemacht

00:08:59: und angefangen von UV-Bestrahlung von diesen Hinterlassenschaften

00:09:02: oder von den Abwässern und quasi seniert.

00:09:04: Und das Spannende ist tatsächlich auch da, diese Idee mit der Verschweißung,

00:09:08: die ist auch nicht durch uns entstanden.

00:09:10: Wir haben dann tatsächlich patentrechtlich etwas geforscht

00:09:13: und das erste Mal, dass jemand überlegt hat, Hinterlassenschaften

00:09:16: in damals in Öl getränkte Flachsäcke, also quasi mehr oder weniger

00:09:21: Jutebeutel einzuschweißen, war 1895.

00:09:24: Und es war damals im Bereich, es ist ein amerikanisches Patent,

00:09:27: im Zugfahrbereich. Die hatten damals das Problem, dass die Passagiere

00:09:30: auf die Toilette gingen und das war ein Plumsklo, das fiel halt raus.

00:09:33: Und hat sich damals schon jemand Gedanken gemacht,

00:09:35: wie könnte man das tatsächlich denn besser machen.

00:09:37: Und es wurde dann 60 Jahre später, in 50er Jahren nochmal aufgegriffen,

00:09:41: weil es auch so damals diese erste Entwicklung von Polymeren war.

00:09:45: Und wir waren dann nochmal 60 Jahre später dran.

00:09:47: Und unser Glück war, wir waren eine Kombination aus sehr guten Technikern,

00:09:51: dann Chemieingenüern und haben dann uns quasi überlegt,

00:09:54: okay, was bräuchte es denn, um zu erlauben, dass die Leute auf Toilette gehen.

00:09:57: Und dann haben wir in erster Instanz nicht die Toilette entwickelt,

00:10:00: sondern die Folie.

00:10:01: Das ist nämlich eine spezielle Hochbarrierefolie,

00:10:03: also über einen gewissen Mehrschichtaufbau.

00:10:05: Garantieren wir, dass das, was drin ist,

00:10:07: an menschlichen Hinterlassenschaften

00:10:08: und den potenziell infektiösen Materialien auch drin bleibt.

00:10:11: Und dann war die Herausforderung, die wir haben damals gesagt,

00:10:14: okay, wir wissen jetzt, was diese Folie können muss.

00:10:16: Und bei uns ist auch so, die Toilette sieht sehr groß aus,

00:10:19: weil wir möchten ja, dass sowohl Kindlein, Weiblein und Männlein,

00:10:22: egal welcher Konstitution da entspannt

00:10:24: und angenehm auf Toilette gehen können, dass wir gesagt haben,

00:10:26: wenn wir einen großen Ring haben

00:10:28: und den auf einer Linie zusammenschweißen,

00:10:30: dann heißt es in den Ecken, es ist viel Folie.

00:10:32: Und dann sind wir damals mit dieser Folie bei ganz vielen Herstellern

00:10:35: von Verschweißanlagenhausieren gegangen und haben gesagt,

00:10:37: könnt ihr uns denn helfen, eine Verschweißmaschine zu entwickeln,

00:10:40: die das verschweißt.

00:10:41: Und damals hatten sie jeder den Vogelgezeichen, der gesagt hat.

00:10:43: Das wird niemals funktionieren, weil niemand hätte jemals so was verschweißt.

00:10:46: Die ganzen, das was wir als verschweißen können, ihr kennt es vielleicht aus dem Lebensmittel verschweißen.

00:10:50: Wir gucken immer, dass zwei Lagen voll übereinander liegen und dann geben wir auf Temperaturen verschweißen.

00:10:55: Bei uns war es halt so, in diesem Beutel ist im Außenbereich 30 oder 22 Lagen, im

00:11:00: mittleren Bereich sind es zwei Lagen. Und das Prozess sicher hinzubekommen, das muss nämlich

00:11:04: jedes Mal funktionieren und nicht nur jedes zehnte Mal, weil sonst hätten wir ein Problem hier,

00:11:08: sonst hätten wir mehr Leute, die sich beschweren würden, als die, die sich für interessieren.

00:11:12: Das war dann so die Herausforderung, haben wir tatsächlich gesagt, okay, wenn jeder sagt, es geht nicht,

00:11:16: dann ist es super interessant für uns, weil dann sind wir die ersten, die es vielleicht schaffen.

00:11:20: Und das war quasi so der Grundstein dieser Entwicklung. Also wie du siehst, eigentlich eine ganz lange Entwicklung

00:11:24: und haben dann drei, vier Jahre gebraucht, um dieses System das erste Mal 20, 30, 2014 auch mit einem offiziellen Markennamen und einem Produkt,

00:11:32: industriell, also das heißt für den Einsatz dann im Krankenhaus tatsächlich anzubieten.

00:11:36: Und dann ging die Geschichte Karawarning los. Auch da, wie gesagt, wir sind nicht aufgestanden und haben gesagt,

00:11:41: ach, jetzt Karawarning ist der nächste Markt, sondern wir wurden von einem großen deutschen Karawarnhersteller

00:11:46: angesprochen, der gesagt hat, wir finden die Idee super spannend, weil wir sehen die Entwicklung,

00:11:51: dass das Wasser immer ein wichtigeres Gut wird, wir sehen die Entwicklung, dass immer mehr Fahrzeuge

00:11:55: zugelassen werden, aber beispielsweise die Infrastruktur, also das heißt Stellplätze,

00:11:59: Entsorgungsanlagen, die steigen nicht oder die wachsen nicht in der gleichen Qualität mit und in der gleichen Menge.

00:12:05: Und dann haben die das damals bei uns platziert und es hat bei uns so den einen Gedanken,

00:12:08: einen oder anderen Gedanken ausgelöstet. Und wir haben uns dann sehr viel Zeit gelassen,

00:12:12: weil wir uns alles an Fragen gestellt haben, weil du gehst nicht, also du kannst mit dem Produkt den Markt gehen,

00:12:17: aber wenn du dann nicht alles bedenkst, wirst du oft Probleme kriegen.

00:12:20: Und wir haben uns sehr viel Zeit genommen, uns jede Frage zu stellen, unglaublich viele Prototypen gebaut,

00:12:24: selber die ganzen, die Prototypen auch in Fahrzeuge eingebaut und getestet, getestet, getestet.

00:12:31: Und dann war es tatsächlich so, dass wir 2019/2020 das erste Mal eine Toilette hatten, die so jetzt so aussah,

00:12:36: wie die jetzige, die dann auch einfach nachgesparen ist, weil unsere Intention war auch immer die,

00:12:41: die beste Toilette der Welt bringt nichts, wenn ich zwei Tage für den Einbau brauche,

00:12:44: weil sie muss immer noch erschwinglich und bezahlbar sein.

00:12:47: Und dann haben wir 2021 das Produkt gelounscht, also quasi leider Gottes damals bündlich zu Corona,

00:12:52: wir sind dann auch leider Gottes zum Leitwesen von vielen Interessenten in diese Mikro-Controller-Verknappung reingerutscht.

00:13:00: Und wir haben es dann aber tatsächlich geschafft, relativ schnell das zu produzieren

00:13:03: und haben jetzt 3,3 Jahre später 25.000 Einheiten im Feld.

00:13:07: Und es ist ganz spannend, weil inzwischen ist es auch so, dass nicht nur im Karawarning diese Toilette Einsatz findet,

00:13:11: sondern auch in ganz vielen anderen Branchen, also angefangen von häuslicher Pflege über Zivilschutz.

00:13:16: Wir haben gerade vorhin die Rückmeldung bekommen, dass jetzt zwei von den Toiletten am Aachensee in Österreich

00:13:21: auf einem Ski-Lift installiert sind, weil die keine Toilettenmöglichkeiten haben

00:13:25: und auch wahrscheinlich die heiligste Toilette der Welt, wir haben einen Peter's Dorm platziert.

00:13:29: Weil auch da gehen die Leute auf Toilette und auch da habe ich halt nicht in jedem Raum die Möglichkeit auf Toilette zu gehen.

00:13:35: Und das ist ganz, ganz, ganz spannend, weil wir haben im Endeffekt nur ein einzelnes Produkt,

00:13:39: aber das Problem, das wir lösen, das betrifft eben jeden Menschen da draußen, weil jeder muss auf die Toilette.

00:13:45: Und das ist so ein bisschen dieses Thema, wo wir sagen, wir sehen uns auch nicht als Karawarn- oder Campingtoilettenhersteller,

00:13:50: sondern wir sehen uns als Hersteller von einem innovativen Hygieneprodukt,

00:13:53: das eben ein Mehrwert für die Nutzer hinsichtlich Sicherheit, Hygiene und einfach Freiheit für die Nutzer bedeutet, in jeglichster Hinsicht.

00:14:01: Jetzt hast du schon angesprochen, Toilette muss jeder benutzen, hat aber halt immer noch so ein Touch,

00:14:06: so ja, man redet nicht gern drüber, vielleicht könntest du mal nochmal das ganze Konzept erklären,

00:14:11: also weil wir haben das gesprochen über die Tüten.

00:14:13: Ich habe es gesehen draußen, mich hat es ein bisschen erinnert an so ein Windelmülleimer.

00:14:18: Da waren die Beutel dann ein bisschen, sag ich mal, nicht so erschwinglich,

00:14:22: da haben wir dann einen normalen Müllsack reingemacht, aber also wenn man jetzt auf die Toilette geht und hat sein Geschäft gemacht,

00:14:27: wird dann dieser Part direkt verschweißt und dann kommt der nächste oder hat das ein gemisse, sag ich mal, Liter, die aufgenommen werden können oder Kilo.

00:14:36: Tatsächlich ist die Idee die folgende, wir haben im Endeffekt einen langen Schlauch, den wir falten und das sieht dann im Endeffekt aus wie so ein Ring.

00:14:42: Und diesen Ring, den ziehen wir in die Toilette rein und der bildet uns dann eine Toilettenschüssel nach.

00:14:47: Und die Idee, die wir mal hatten war, wenn ich auf die Toilette gehe, müft ich nach dem Toilettengang eine komplett saubere Toilettenschüssel.

00:14:53: Das bedeutet, die Toilettenschüssel wird nachdem ich auf den Verschweißprozess drücke, also da fährt die Schweißanhalt zusammen,

00:14:58: zieht neue Folie aus diesem Ring, aus diesem Magazin quasi nach unten ab, verschweißt das Ganze und der Beutel,

00:15:05: der theoretisch mit den Hinterlassenschaften kontaminiert ist, der wird verschweißt, verschlossen, fällt nach unten durch

00:15:10: und dann wird quasi dieser nachgezogene Beutel wieder aufgezogen durch einen Unterdruck

00:15:14: und dann habe ich einfach eine komplett neue Toilettenschüssel und von diesem langen Schlauch wurde einfach mit dem Toilettengang unten ein Beutelpäckchen

00:15:21: oder ein Beutelchen abgeschweißt, fällt nach unten durch und das kann ich dann ganz normal insorgen über den Haus in Resten.

00:15:26: Endeffekt genau das gleiche wie bei Windeln. Nur mit dem Unterschied, es riecht nicht.

00:15:30: Das wäre meine Frage, also das fällt dann unten rein, dann kann man das wie so eine Kassette rausziehen

00:15:35: und dann schmeiß ich es irgendwie mit meinem Hausmüll in die Mülltonne, läuft dann einfach durch, weil man es auch nicht riecht und man nicht erkennen kann.

00:15:43: Das ist halt einfach eine graue Tüte dann.

00:15:45: Es ist immer ganz spannend, weil tatsächlich so im Karawarning haben die Leute immer ein bisschen so Bedenken, weil sie sagen,

00:15:50: "Ja, aber ich kann doch meine Fäkali nicht in Müller immer schmeißen", wo ich sage, das ist absolut richtig.

00:15:54: Und ich verstehe auch dieses Bedenken, weil ihr euch bis dato diese Gedanken nicht gemacht habt.

00:15:58: Und auch ich bin oft auf Campingplätzen, wo die Leute dann ein bisschen sagen,

00:16:01: "Hm, eigentlich dürfen sie ja nicht reingeschmissen werden und wir wissen nicht, was damit passiert".

00:16:04: Und ich gehe immer ganz bewusst auf die Campingplätze zuerst, die Familiencampingplätze sind.

00:16:09: Weil da habt ihr kleine Kinder, da habt ihr viele Windeln.

00:16:12: Und da sage ich den Leuten dann aber, warum verbietet ihr denn nicht Windeln?

00:16:15: Oder warum stellt ihr da keinen separaten Müller immer auf?

00:16:17: Ja, da läuft ja nichts aus.

00:16:18: Und das ist genau der Moment, das habt ihr vorhin draußen vielleicht gesehen.

00:16:21: Bei uns gibt es einen sogenannten Superabsorber.

00:16:23: Das ist genau das gleiche Absorbergranulat, was in den typischen Windeln, also Pampers oder wie sie alle heißen drin ist,

00:16:27: oder auch in Binden, das bindet Flüssigkeit.

00:16:30: Und das geben wir diesem Toilettengang mit zu, egal ob groß oder klein.

00:16:34: Und dann habe ich im Endeffekt genau den gleichen Effekt, wie bei der Entsorgung von der Windel.

00:16:37: Und per Gesetzgeber ist es auch so, dass menschliche Hinterlassenschaften verpflichtend über Haus- und Restmüll entsorgt werden.

00:16:41: Weil die bei uns in Mittel- und Nordeuropa in der thermischen Verwertung landen.

00:16:44: Das bedeutet, die werden verbrannt und erzeugen dann sogar noch einen energetischen Mehrwert.

00:16:48: Seite zum ersten Mal auf der Free und stellt das Produkt hier vor?

00:16:52: Es ist tatsächlich das zweite Jahr.

00:16:54: Aber was super spannend ist, egal auf welcher Messe, wir haben immer wieder wesentlich mehr Kunden, die uns noch nie gesehen oder noch nie gehört hatten.

00:17:02: Und das zeigt einfach, wie viel, sagen wir mal, Potenzial oder nicht mal Potenzial,

00:17:07: sondern wie viel Bedürfnis für dieses Produkt besteht.

00:17:10: Weil ich sage immer, wenn ich selber kein Problem in meiner Toilette habe, dann bin ich auch nicht zugänglich für so etwas.

00:17:16: Also dieses Thema selektive Wahrnehmung.

00:17:18: Aber es gibt halt mit jedem Jahr und mit jedem Urlaub, den die Leute machen, immer wieder Gespräche, diese Führen, wo sie hören, okay, da hat jemand was anderes.

00:17:25: Und jetzt möchte ich mir das auch mal anschauen.

00:17:27: Das ist das Tolle auch für uns, obwohl wir jetzt im zweiten Jahr hier sind,

00:17:30: wir haben immer noch einen riesigen Anteil an Kunden, die sich einfach ganz neugierig zeigen und die das Ganze sehen wollen.

00:17:36: Und deshalb sind wir hier, wir erklären quasi nur, geben den Leuten mehr oder minder die Argumente an die Hand,

00:17:42: die sie brauchen, um das ganze Produkt objektiv betrachten zu können, nicht nur subjektiv.

00:17:47: Weil wenn sie wissen, wie es funktioniert, dann können sie für sich die Entscheidung treffen, ist es gut für mich oder nicht.

00:17:52: Weil ich sage auch, was immer ganz wichtig ist, die Toilette macht das, was sie machen soll.

00:17:56: Nicht mehr, nicht weniger gut oder schlecht, wird sie immer noch in Abhängigkeit des Nutzungsverhaltens.

00:18:00: Und das möchten wir den Leuten mitgeben, dass jeder die Möglichkeit hat, sich dafür zu entscheiden.

00:18:04: Und ich kann mit nicht wenig Stolz behaupten, dass die 25.000 Kräte, die wir da draußen haben,

00:18:09: ich habe nicht nur noch nicht von einem Kunden gehört, der das bereut, dass er das gemacht hat.

00:18:13: Und das ist eigentlich eine Sache, die uns doch auch sehr stolz macht,

00:18:16: weil uns geht es nicht darum, einfach die Dinger rauszudrücken, sondern wir möchten da einen gewissen Mehrwert bieten.

00:18:20: Und demjenigen, dem sie ein Mehrwert bietet, dem möchten wir sie verkaufen.

00:18:24: Und es gibt da draußen auch Kunden mit Nutzungsverhalten, wo das die falsche Toilette ist.

00:18:27: Und das ist völlig legitim.

00:18:28: Hab ich noch eine Frage zu den Tüten. Ist das jetzt eine klassische Plastiktüte, die man dann mit seinem eigenen Müll in den Müll wirft?

00:18:35: Oder ist das dann doch wieder nachhaltig und auch biologisch abbaubaubar? Was ist das Material genau?

00:18:40: Also das grundlegende Material, das Material aus dem wir das ja mal in den Entwicklungen haben,

00:18:44: war ein ganz klassischer petrochemischer Rohstoff, also das heißt Rohöl basiert,

00:18:48: weil damals der Fokus darauf war, dass die Barriere gegeben sein muss.

00:18:51: Wir bringen kompostierbarer Beutel nix, wenn ich im Endeffekt infektiöse Inhalte habe,

00:18:55: wenn der nach zwei Tagen sich zersetzt, dann ist das ganze System ad absurdum geführt.

00:18:59: Die haben wir tatsächlich auch zu Beginn noch genutzt.

00:19:02: Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir biobasierte Beutel haben, die tatsächlich den gleichen und teilweise sogar noch ein bisschen besseren Barrierewert haben.

00:19:08: Und die werden wir sukzessive einspielen. Da warten wir aktuell noch auf die finale Tiftsertifizierung.

00:19:12: Dann werden die verpackt und gehen ganz normal im Markt.

00:19:15: Also auch da sind wir konstant am Weiterentwickeln und sind natürlich immer bestrebt,

00:19:20: da nicht auf der bestehenden Situation zu bleiben, sondern dass wir sagen,

00:19:24: wir möchten da auch die Entwicklung vorantreiben, wir möchten da an der Spitze der Innovation sein.

00:19:28: Also ein rundum nachhaltiges Produkt.

00:19:30: Das ist absolut zielig.

00:19:31: In letzter Instanz kommen wir aus dem Gewässerschutz und es ist auch eine Sache,

00:19:35: wir vergessen das nicht in all dem, was wir machen.

00:19:37: Ist die Free für euch besonders, weil ihr natürlich aus der Schweiz kommt,

00:19:41: produziert die lokale Nähe oder einfach der süddeutsche Markt,

00:19:46: für euch sowieso auch am wichtigsten ist?

00:19:48: Also für uns ist es ganz spannend, weil hier doch auch sehr viele Besucher sind,

00:19:54: die den Hang zum Freistehen haben.

00:19:57: Also hier finde ich, findet man weniger, die klassischen Karavan- und Campingplatzbesucher.

00:20:03: Die sind natürlich auch mit dabei.

00:20:05: Aber es gibt doch Leute, und es liegt wahrscheinlich an der Nähe zu Österreich,

00:20:07: zu den Bergen oder generell, das sind Süddeutschland,

00:20:09: da haben wir ein bisschen mehr Platz als jetzt in anderen Ballungsräumen.

00:20:13: Und das finde ich ganz spannend, weil die Leute verstehen doch sehr, sehr, sehr schnell,

00:20:16: wie dieses System funktioniert, wie das Konzept gedacht ist und erkennen den Mehrwert.

00:20:20: Und deshalb für uns ist die Free insofern auch eine spannende Messe,

00:20:23: weil bei Düsseldorf und der CMT, wo wir sonst immer aufschlagen,

00:20:26: hat man halt relativ große Stände, man muss mehr zeigen.

00:20:29: Hier haben wir die Möglichkeit tatsächlich nochmal auch im Kleinen mit den Leuten zu reden.

00:20:33: Und es ist ein bisschen, wie soll ich sagen, persönlich auch.

00:20:35: Und das macht uns tatsächlich auch sehr viel Spaß.

00:20:37: Wunderbar, dann sage ich vielen Dank fürs Gespräch.

00:20:39: Weiter noch viel Erfolg auf der Free und hoffentlich sehen wir uns dann nächstes Jahr.

00:20:43: Ich bedanke mich für das Interesse und garantiert bis nächstes Jahr.

00:20:46: Wunderbar, vielen Dank fürs Zuhören.

00:20:48: Alle Infos zu Klesana findet ihr auch in den Show Notes.

00:20:50: Und ja, wir gehen jetzt weiter und schauen mal, was die Free noch zu bieten hat.

00:20:53: Das war's von Free Talk. Schön, dass ihr reingehört habt.

00:20:56: Wir wünschen euch eine fantastische Messe

00:20:58: und viel Inspiration für euer nächstes Reise- und Freizeit-Abenteuer.

00:21:02: Abonniert unseren Podcast, folgt uns auf Social Media

00:21:06: und holt euch alle weiteren Infos auf der Website der Messe Free.

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